Am Dienstag haben die Schüler Flöße gebaut. Höhepunkt ihrer Abenteuerwoche wird eine 24-Stunden-Wanderung. Die Gruppen müssen dabei ihren Weg durch Wald, Feld und Flur mit dem Kompass bestimmen und wahrscheinlich einen See überqueren. Schulleiter Hobohm schickt seit 2005 Siebtklässler ins Camp zum Training, das einst nur Managern vorbehalten war. Warum? "Das Camp ist aus drei Gründen für uns wichtig", erklärt Ernest Hobohm, "erstens werden hier sportliche Fähigkeiten geschult, handwerkliche Fertigkeiten und die soziale Kompetenz der jungen Leute. Ich meine damit die Teamfähigkeit der Schüler. In Klasse 7 kommen Schülergruppen neu zusammen, Teams bilden sich. In diesem Prozess hat sich das Camp als außerordentlich hilfreich erwiesen. Die Mädchen und Jungen lernen dort außerschulisch Goetheschüler zu sein - also teamfähig und zunehmend selbstständig."
Gute Gründe, um die Zusammenarbeit fortzusetzen, sagt Ernest Hobohm. Deshalb unterschrieb er einen neuen Kooperationsvertrag mit dem Bund zum Schutz der Interessen der Jugend (BSIJ). Der BSIJ hat ausgebildete Sozialpädogogen, die mit Lehrern das Ausbildungsprogramm gestalten.
Hardy Lux ist Verantwortlicher Projektleiter im Camp. Er sagt, seit dessen Gründung vor 17 Jahren haben dort etwa 3000 Kinder bei Spaß und Spiel viel fürs Leben gelernt. Das Camp kooperiert mit der Sellheim- und der Grundschule Schwärzesee im Brandenburgischen Viertel und mit der Goetheschule. Neu im Vertrag mit letzterer sind das Konfliktlotsen- und Streitschlichterprogramm. Ein weiteres neues Modul heißt "Kompass" und setzt in der 8. Klasse fort, was die Siebtklässler im Camp gelernt haben.