Renate Stüber vom Netzwerk erklärte gegenüber der MOZ, dass der Preis mit 2000 Euro dotiert ist. Bewerbungen müssen bis zum 31. März 2010 eingereicht sein. Die Summe kann maximal auf zwei Preisträger verteilt werden.
An fast 50 Ständen hielten sich am Sonnabend im Techno-Forum Unternehmensberater, Ideen-Verkäufer, Senior-Existenzberater, Lotsen durch den Bürokratendschungel, Versicherer, Finanzdienstleister und viele mehr bereit, um potenziellen Existenzgründern den Weg in eine erfolgreiche Zukunft zu weisen.
Michael Schlühsler zum Beispiel will ein kleineres Transportunternehmen übernehmen und fortführen. Doris Schröder vom Lotsendienst der Industrie- und Handelskammer steht ihm im Technoforum mit Rat und Tat zur Seite, führt ihn Schritt für Schritt durch den für nicht wenige Existenzgründer erschreckenden Bürokratendschungel. Schlühsler lobt den Existenzgründertag: "Das passt. Beratung aus einer Hand, kurze Wege, um alle Fragen an die Frau oder den Mann zu bringen und geballte Kompetenz unter einem Dach." Andere gründen eine Firma auch nur als Zuverdienst zum festen Job. Axel Spadina zum Beispiel. Der Versicherungsangestellte lernte dazu und machte sich 2006 als freiberuflicher Auditor selbstständig. Was ist das? Er verhilft Unternehmen zum Qualitätszertifikat genannten Gütesiegel. Ohne dieses gibt es in manchen Branchen nicht einmal mehr Aufträge. Spadinas Branche boomt derzeit vor allem in der Gesundheitsindustrie. Die Arztpraxen müssen sich bis Jahresende zertifizieren lassen. Spadina hat seit April drei neue Mitarbeiterinnen.
Die Hoch-Zeit der Existenzgründungen scheint aber vorbei. 2005 zählte die Arbeitsagentur Eberswalde noch gut 1500 von ihnen. Im vergangenen Jahr ungefähr zwei Drittel weniger. Weniger Arbeitslose gleich weniger Existenzgründer, heißt die Erklärungsformel des Netzwerkes dafür.