Insgesamt 19 Unternehmen bekamen die Ehrung für ihre Kooperationen mit den Schulen. Die „Unternehmen mit ausgezeichneter Berufsorientierung“ ermöglichen Schülern in verschiedene Berufe einzutauchen, Praxiserfahrungen zu sammeln und regionale Firmen und deren Produkte kennenzulernen. Aus Eberswalde wurden DB Fahrzeuginstandhaltung, Kaufland und Metallbau Glawion geehrt. Sie wurden jeweils von den einzelnen Schulen vorgeschlagen.
Zu den „Schulen mit hervorragender Berufsorientierung“ zählen aus Eberswalde die Goethe-Schule, die Nordend-Schule sowie die Karl-Sellheim-Schule. Glücklich und stolz waren Karin-Isolde Stoischek und Ines Täßler von der Nordend-Schule nach der Verleihung und erklärten ihr „rundes Konzept“, das zu ihrer Auszeichnung führte. „Bereits von Klasse eins bis sechs stellen wir den Kindern im Sachkundeunterricht einzelne Berufe vor.
Die direkte Berufsvorbereitung beginnt dann mit Klasse sieben“, erklärt Schulleiterin Stoischek. Bei einem Zukunftstag gehen die Schüler auf Betriebserkundung. Im Erlebniscamp erlernen sie soziale Kompetenzen. „In der achten Klasse geht es dann weiter mit Schlüsselqualifikationen wie Verantwortung, Disziplin und Teamgeist“, sagt Stoischek. In der neunten Klasse setzen die Schüler in fächerübergreifenden Projekten und Berufsfelderprobungen verschiedene Lernfelder zusammen.“ Das Projekt nennt sich „Arbeit und Frieden“ und die Schüler verbinden die Unterrichtsfächer Geschichte und Arbeitslehre“, erzählt Täßler, stellvertretende Schulleiterin der Nordend-Schule. Bereits ab Klasse Acht absolvieren die Jugendlichen in jedem Schuljahr ein Praktikum in einem Betrieb.
Für dieses breite und langfristige Berufsvorbereitungsmodell wurden sie zusammen mit 50 anderen brandenburgischen Schulen geehrt. Sie setzten sich in einer Abstimmung des Vereins „Netzwerk Zukunft. Schule + Wirtschaft für Brandenburg“ gegen 75 Mitbewerber durch. „Die Schulen und Unternehmen gestalten die Berufsorientierung erfolgreich vor Ort und zeigen, wie gute pädagogische Konzepte funktionieren, die sowohl Schülern als auch Unternehmen nützen können“, sagt der Präsident der IHK Ostbrandenburg, Ulrich Müller bei der Verleihung.