Immerhin konnten seine Britzer den Favoriten Eberswalde zum Wanken bringen. Der führte bereits mit 4:0, als die Britzer sich bis zum 4:3 noch heran kämpfen konnten – eines von vielen interessanten Spielen des Abends.
Dabei hatte Eintracht Wandlitz das traditionelle Hallenturnier "zwischen den Tagen" ein wenig durcheinandergewirbelt. Mit ihrer kurzfristigen Absage hatten sie das Feld der Mannschaft auf sieben schrumpfen lassen. Statt wie geplant Vorrunden, Halbfinals und ein Finale zu spielen, wurde in den Modus "Jeder gegen Jeden" gewechselt.
Einer der Favoriten war das Team von Einheit Bernau, das mit schön anzusehendem Tempo-Fußball und tollen Spielzügen überzeugte. In die Trainerrolle war Keeper Niklaas Seifarth geschlüpft, der Trainer Nico Thomaschewski vertrat und am Ende mit Platz 3 zufrieden war. "Immer möchte ich das jetzt nicht machen", erklärte er und fügte grinsend hinzu: "Aber mein Vertrag ist erst einmal verlängert bis zum Arxes-Cup nächste Woche. Danach müssen wir mal weiter sehen."
Preussen Eberswalde kam erst nach Anlaufschwierigkeiten (Remis gegen FSV Bernau und Niederlage gegen Joachimsthal) in das Turnier, zündete dann aber so richtig und düpierte mit 6:2 Einheit Bernau und mit 6:0 Union Klosterfelde. Als Keeper-Schreck erwies sich dabei Routinier Kim Schwager, der neunmal traf und damit am Ende bester Torschütze wurde. Mit Sturm-Partner Ceif Ben-Abdallah ist er inzwischen so gut eingespielt, dass das hoffnungsvoll auf die Rückrunde in der Liga blicken lässt.
In Kontern gab es Kloppe
Etwas mehr als Platz 4 hatte sich Ahrensfeldes Trainer Jürgen Beyer mit seinen Jungs durchaus erhofft. "Im vierten Spiel hat sich unser Neuzugang Sebastian Simon verletzt und fiel aus. Dadurch haben wir dann bei Kontern Kloppe bekommen. Aber ich bin nicht unzufrieden. Wir hatten viele junge Spieler dabei und die hatten Spaß."
Den hatte sichtlich auch die junge Mannschaft des FSV Schorfheide Joachimsthal. Die Küken konnten immerhin den Preussen und Klosterfelde ein Bein stellen. "Wir hatten uns schon mehr ausgerechnet, aber wir hatten viele junge Spieler dabei, da fehlt noch die Erfahrung", analysierte Trainer Sven von Pruschak.
Der FSV wird seinen Triumph im kommenden Jahr nicht wiederholen können – dann werden nur Oberbarnimer Teams am Start sein.