Dabei beginnt das Turnier mit der gleichen Paarung wie im Finale. Preussen Eberswalde eröffnet den arxes-tolina-Cup gegen die U19 von Union Berlin, die von knapp 75 Fans lautstark unterstützt werden. Die Preussen zeigen dabei von Beginn an, dass mit ihnen in diesem Turnier zu rechnen sein wird. Besonders Preussens Fatih Aydogdu zeigt seine fußballerischen Qualitäten in der Halle und erzielt beim 3:1-Auftaktsieg alle drei Treffer und wird schlussendlich auch bester Torschütze (fünf Treffer) des Turniers. Beim dritten Treffer prallt er jedoch unglücklich mit Unions-Keeper Tillmann Theurich zusammen. "Er war jetzt schon im Krankenhaus und hat sich die Kniescheibe mehrfach gebrochen. Morgen werden dann noch weitere Untersuchungen folgen", erklärt Unions-Coach Willi Weiße. Anschließend steht Anthony Roczen, eigentlich Stürmer der Unioner, im Tor und wird am Ende als besten Torhüter ausgezeichnet.
Kurioser als Grün-Weiß Ahrensfelde ist wohl auch noch niemand in den arxes-tolina-Cup gestartet. Gegen den Oberligisten aus Strausberg liegt man durch zwei Eigentore von Loris Bethge und Stephan Baum schnell mit 0:2 zurück, doch erkämpft sich schlussendlich noch ein 3:3.
Bereits nach dem zweiten Spiel steht Preussen Eberswalde als Sieger der Gruppe A fest, während es zwischen Union Klosterfelde und Union Berlin zum Fernduell um Platz zwei kommt. Die Köpenicker schlagen den schwachen Angermünder FC mit 4:2, doch Union Klosterfelde hat es noch selbst in der Hand, denn mit einem Sieg über Eberswalde wären sie sicher auf Platz zwei. Nach dem Führungstor durch Jerome Ehweiner sieht es auch lange Zeit gut aus für die SGU, doch Sekunden vor dem Ende trifft Eric Krause zum Ausgleich und zerstört alle Klosterfelder Hoffnungen auf das Halbfinale.
In der Gruppe B setzt sich für viele überraschend der FC Eisenhüttenstadt als Gruppensieger durch, während Ahrensfelde und Bernau im direkten Duell den zweiten Platz ausspielen. Nach Treffern von Kim Schwager und Ümit Ejder liegt der FSV schnell in Führung. Zwar kann Stephan Baum noch auf 2:1 verkürzen, doch zu mehr reicht es für GWA nicht.
Das erste Halbfinale zwischen Preussen und dem FSV Bernau ist Hallenfußball auf allerhöchstem Niveau. Viele sehenswert herausgespielte Tore, starke Torwartparaden und nimmermüde Gastgeber, die sich von keinem Rückstand unterkriegen lassen. Die dreimalige Führung der Bernauer können Nick Lange (zwei Mal) und Soheil Gouhari jeweils ausgleichen, ehe Steven Zimmermann per Fernschuss mit dem 4:3 den Finaleinzug der Preussen perfekt macht.
Für Zimmermann ist es dabei ein ganz besonderes Turnier. Der Mittelfeldspieler ist vor der Saison nach Leipzig gezogen und absolvierte in der Hinrunde zwar noch neun Spiele in der Brandenburgliga, doch in der Rückrunde wird er nicht mehr für die Preussen auflaufen.
Das zweite Halbfinale hingegen gestaltete sich etwas deutlicher als zunächst erwartet. Union Berlin schießt die zuvor starken Eisenhüttenstädter mit 5:1 regelrecht aus der Halle. Doch durch den 3:2-Sieg im Spiel um Platz 3 über den FSV Bernau können sich die Gäste von der Oder über den dritten Platz und 300 Euro für die Mannschaftskasse freuen.
Das Finale zwischen Preussen und der U19 Union Berlins ist an Spannung und Dramatik dann nicht mehr zu überbieten. Nick Lange bringt Preussen in Führung, doch Can Cinar kann per traumhaften Fernschuss in den Winkel ausgleichen. Wieder bringt Nick Lange Preussen in Front, doch Emil Guslavus trifft eine Minute vor Schluss zum erneuten Ausgleich. Im anschließenden Neunmeterschießen scheitert lediglich Soheil Gouhari an Unions Schlussmann und die Preussen unterliegen trotz starker Leistung.