Dabei war das Tier bereits an Freitagabend auf der Straße kurz vor Eichhorst gefunden worden. Tierliebe Finowfurter hatten den herumirrenden Hund beherzt eingefangen und ins Tierheim gebracht, bevor er unter ein Auto geraten konnte.
Dem Rüden, der einen implantierten Chip trägt, hätte schneller geholfen werden können, sagt Karin Nicodem, die Leiterin des Tierheims, die dennoch vor allem darüber froh ist, dass Hund und Herrchen wieder zusammengeführt werden konnten. "Bei uns wurde der Chip ausgelesen – doch die im zentralen Register hinterlegte Telefonnummer funktionierte nicht", berichtet die Tierschützerin. Und die Hundebesitzer hatten dem Betreiber aus Datenschutzgründen untersagt, ihre Adresse weiterzugeben. So hätten die Tierheim-Mitarbeiter nur in Erfahrung bringen können, dass der Rüde Ole heißt und dass das vermutete Alter korrekt ist. Aber Karin Nicodem und ihre Mitstreiter gaben nicht auf und posteten eine Suchmeldung auf Facebook, auf die schließlich ein Jagdfreund des Halters aufmerksam wurde.
Es komme immer wieder vor, dass Hundebesitzer die Weitergabe ihrer Adresse ablehnen, wenn sie ihrem vierbeinigen Liebling einen Chip implantieren lassen, sagt die Tierheim-Leiterin, die mit den Betreibern Tasso und Deutsches Haustierregister zusammenarbeitet. Viele täten dies aus Furcht davor, mit Werbung überhäuft zu werden. Doch die Nichtweitergabe von Adressen könne für die Besitzer auch unerwünschte Folgen haben, fügt Karin Nicodem hinzu.
Wichtig sei allerdings vor allem, dass es die Halter Tasso oder dem Deutschen Haustierregister mitteilen, wenn sie umgezogen sind oder eine neue Telefonnummer erhalten haben. "Sonst kann es beim Auslesen des Chips Komplikationen geben", betont die Tierschützerin.
Ole war sichtlich erfreut, als er sein Herrchen wiedersah, das selbst feuchte Augen hatte.