Die Barnimer Kreisstadt ist seit 2011 Mitglied von Amcha - als einzige Stadt neben Celle in Niedersachsen und Oranienburg. Mit dem Beitritt hat Eberswalde die Verpflichtung übernommen, jährlich eine Benefizveranstaltung zugunsten des Vereins zu organisieren.
Knapp 30 Besucher waren ins Museum gekommen - unter ihnen Eberswaldes Bürgermeister Friedhelm Boginski und Josef Keil, einer der Sprecher der Bürgerinitiative 9. November, auf deren Einsatz die weltweit anerkannte Skulptur "Wachsen mit Erinnerung" zurückgeht, die auf den Grundrissen der in der Pogromnacht 1938 gebrandschatzten Synagoge steht.
Der Film "Mut zum Leben" ist eine beeindruckende Dokumentation über vier Juden, die Auschwitz überlebt haben und sich seither mit all ihrer Kraft dafür einsetzen, dass sich derart Unmenschliches nie mehr wiederholt. Das Werk von Christa Spannbauer und Thomas Gonschior wurde im Juni vorigen Jahres im ZDF erstausgestrahlt und ist inzwischen auch auf DVD erhältlich. Es porträtiert betagte Kämpfernaturen, die zum Beispiel mit dem Liedermacher Konstantin Wecker und sogar mit Rappern auftreten, um ihre Botschaften zu transportieren. "In der vorigen Woche ist auch das gleichnamige Buch erschienen", sagte die Autorin, Journalistin und Filmemacherin Christa Spannbauer, die froh ist, dass Film und Buch mehr und mehr zum Schulstoff werden.
Für Eberswalde war der Kinoabend die zweite Benefizveranstaltung zugunsten von Amcha. 109 Spender hatten die 926 Buchstaben für das Spruchband um die Skulptur "Wachsen mit Erinnerung" gestiftet und dabei 7308 Euro eingezahlt.