Die 40 Mädchen und Jungen des Hortes „Nordlicht“ gehören schon vor dem Startschuss zu den Gewinnern des fünften Stadtlaufes, der am 4. September durch Eberswalde führt. Sie zählen zu den Nutznießern des von den Partnern für Gesundheit organisierten Großereignisses, an dem im vorigen Jahr 107 Mannschaften teilgenommen haben, die alle Startgelder zahlten. Den Erlös der fünften Ausgabe dürfen sich die Nordlichter mit der Finower Kindertagesstätte „Pusteblume“ teilen, die sich standfeste Tore für ihren Bolzplatz wünscht. Den Hortkindern der Nordendschule geht es darum, Geld für einen Kletterturm zu bekommen.
„Aber wir halten nicht nur unsere Hände auf, wir wollen selbst dazu beitragen, dass der Stadtlauf zum Erfolg wird“, sagt Pia Parig, die das von der Bildungseinrichtung Buckow getragene Haus leitet. Schon seit Februar trainieren 20 Nordlichter einmal wöchentlich, um für den großen Tag fit zu werden. Die gemeinschaftlichen Übungsstunden sind bei den acht bis zwölf Jahre alten Mädchen und Jungen so beliebt, dass ein Gemurre einsetzt, wenn sie wegen Dauerregens oder Hitze abgesagt werden müssen.
Für das Training nutzen die Nordlichter einen Rundweg um einen von Kiefern bewachsenen Platz unweit des Hortes. Mit ihrer Erzieherin InesNormann gehen sie die Strecke an. „Wenn wir sieben Runden schaffen, sind wir die zwei Kilometer gelaufen, die für Kinder auch beim Stadtlauf zu bewältigen sind“, sagt die Trainerin, die stets um die richtige Balance zwischen Anfeuern und Bremsen bemüht ist.
Zu denen, die schon fast übermotiviert wirken, gehört David Schmidt (11). „Ich renne für mein Leben gern und würde bei der Siegerehrung nach dem Stadtlauf am liebsten ganz oben auf dem Treppchen stehen“, gibt der Junge zu. Nicht nur ihm sagt Ines Normann, dass für die Nordlichter das olympische Motto „Dabei sein ist alles“ gilt. „Aber jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer bekommt am Ende ja eine Medaille“, tröstet sie die ehrgeizigsten Mädchen und Jungen.
Bloß noch zweimal wird in der Gruppe trainiert, bevor der Stadtlauf beginnt. Zu den Arbeiten, die bis dahin im Hort unbedingt erledigt werden müssen, zählt das Gestalten eigener T-Shirts. Die weißen Hemden sind bereits eingekauft. „Jetzt geht es darum, sie mit unserem Logo zu schmücken, das die Sonne, ein Haus und Kinder zeigt“, verrät die Einrichtungsleiterin Pia Parig.
Doch nicht nur im „Nordlicht“-Hort wird für den Stadtlauf trainiert. Für die Kita „An der Zaubernuss“ gehen elf Mädchen und Jungen an den Start. „Unsere Vorschulkinder üben jeden Tag im Westendstadion“. verrät Erzieherin Ines Pfarr, die obendrein froh über das Engagement etlicher Eltern ist, die zum Beispiel das Startgeld übernehmen und die T-Shirts spendieren.
Während die Nordlichter zum ersten Mal dabei sind, stehen die Käufer der Kita „An der Zaubernuss“ vor ihrem vierten Start.
„Es ist unglaublich, wie groß die Bereitschaft von Kindern ist, sich am 4. September für den guten Zweck auf die Strecke zu begeben“, freut sich René Hoffmann. Der Augenoptikermeister steht den Partnern für Gesundheit vor, denen bislang 137 Anmeldungen von Mädchen und Jungen vorliegen.
An der vierten Ausgabe hatten 107 Mannschaften teilgenommen, für den fünften Stadtlauf haben sich bisher 68 angemeldet. Mannschaften haben dazu bis zum 31. August Gelegenheit, Einzelstarter noch am Starttag.
Anmeldungen im Internet unter www.barnimpilot.de