Und nicht die von den Nutzern befürchtete Doppelpacht stand im Fokus. Diesmal hatte die Gemeinde Schorfheide die Bürgerversammlung angesetzt. Per gesetzlicher Auflage – denn Klonaris hat mittlerweile einen Bebauungsplan beantragt, und laut Baugesetz ist die Öffentlichkeit frühzeitig zu beteiligen. Die Gemeinde hatte den Campingplatz verkauft und dem bisherigen Pächter zum Jahresende den Vertrag, der ursprünglich erst in fünf Jahren ausgelaufen wäre, gekündigt. Die Dauercamper fanden sich nun mit Anfragen des Pächters und des neuen Besitzers konfrontiert. Wie lange die anstehenden Rechtsstreitigkeiten dauern, lässt sich noch nicht sagen. Für andere Fragen steht indes die Antwort schon fest. So ist etwa die Idee, am „Süßen Winkel“ 30 Ferienhäuser zu bauen, endgültig vom Tisch, wie Pavlos Klonaris anhand der vom Planungsbüro IBE vorgestellten Unterlagen klarstellte. Die Häuser habe er ursprünglich am bisher nicht genutzten See-Ufer erbauen wollen. Schon im Sommer hatte Umweltministerin Anita Tack deutlich gemacht, dass sie das in dem Schutzbereich der Biosphäre nicht tolerieren würde.
Unmittelbare Campersorge ist aber auch die künftige Aufteilung der Parzellen. „Sicherlich wird es an den Zuschnitten Änderungen geben“, antwortete Klonaris, der die Zahl der Stellplätze von 220 auf 400 erhöhen will. Es gebe immense Größenunterschiede. „Manche Parzellen sind 60, manche 120 Quadratmeter groß.“ Erhalten bleibe die Badewiese, direkt im „Winkel“ gelegen. Der Grünstreifen am Ufer werde allerdings auch genutzt. Dort soll u.a. ein Bootsverleih entstehen. Für die Öffentlichkeit, auch das sicherte Klonaris noch einmal zu, bleibe auch der Radweg am Ufer erhalten. Wer als Nicht-Camper dort baden will, muss allerdings Eintritt zahlen.
Wie das Schorfheides Bauamtsleiterin Manuela Brandt informierte, folgt der Bürgerbeteiligung nun die „frühzeitige Behördenbeteiligung“. Zu dem Vorentwurf hätten 30 bis 40 Behörden etwas zu sagen. „In diesem sensiblen Bereich wird es hauptsächlich um den Naturschutz gehen.“ Es wird mit einer Planungsphase von mindestens einem Jahr gerechnet.