Wir haben bereits Millionen in unsere Sportstätten verbaut und da kommt noch mehr“, sagt Eberswaldes Bürgermeister Friedhelm Boginski bei der feierlichen Schlüsselübergabe der neuen Flutlichtanlage. 234.000 Euro sind hier investiert worden. Damit war dieses Bauprojekt am Ende tatsächlich günstiger als geplant.
Zusammen mit dem Leichtathletikhaus, dem Bernhard Hensch Haus und dem Kunstrasenplatz sind allein am Standort Westendstadion fast eine Million Euro verbaut worden. Der Großteil davon stammt aus dem städtischen Haushalt.
„Ich denke, es ist ein gutes Signal, dass wir auch bereit für höhere Ligen sind. Ich würde mich zumindest darüber freuen“, gibt Boginski den Ball an Preussens Vereinspräsident Danko Jur weiter. Der nimmt das Wort Aufstieg aber erst einmal nicht in den Mund. Stattdessen verweist er auf die noch anstehende Sanierung der Umkleiden. Derzeit laufe ein Förderantrag, um diese auf den neusten Stand zu bringen, so Jur.

DFB-Stützpunkt gerettet

Die Investitionen haben den DFB auch dazu bewogen, den Ausbildungsstützpunkt am Standort Eberswalde zu belassen. „Es stand auf der Kippe“, gibt Stützpunktleiter Mario Hellmich zu. „Aber glücklicherweise bleiben wir nach 18 Jahren weiter hier.“ Man weiß, was man an der Stadt und an Preussen habe, so Hellmich weiter. „Wir haben gute Trainingsmöglichkeiten und bekommen Unterstützung. Wenn die Umkleiden dann modernisiert sind, ist alles im Lot. Das ist alles ausschlaggebend für den Erhalt. Ich bin froh, dass wir hier eine Lösung gefunden haben, denn aus meiner Sicht hat sich der Standort absolut bewährt.“
Zum krönenden Abschluss des Freitagabends sollten drei Punkte gegen Frankonia Wernsdorf eingefahren werden. Wernsdorf ist mit breiter Brust nach Eberswalde gereist, immerhin zog man vergangene Woche überraschend in das Achtelfinale des Landespokals ein. Dabei schlug der Aufsteiger in die Brandenburgliga den Oberligisten RSV Eintracht Stahnsdorf. Preussen-Trainer Torsten Maerz war gewarnt.

Ein Spiel für Genießer

Das Spiel bot dem Anlass entsprechend anspruchsvollen, schnellen Fußball auf hohem Spielniveau. „Gerade am Anfang und in der Schlussviertelstunde war Wernsdorf stark und unsere Abwehr ein paar mal in Verlegenheit gebracht. Wir können uns da bei unserem Keeper Pawel Kosarzecki bedanken. Das war eine Klasse-Leistung von ihm“, so Maerz.
Insgesamt war es ein Spiel auf Augenhöhe, denn auch Preussen hatte einige Großchancen auf seiner Habenseite. Das 1:0 durch Kim Schwager per Foulelfmeter kam aber zur rechten Zeit (15.), so Torsten Maerz. „Wernsdorf hatte da gerade einen Offensivlauf, da haben wir ihnen ein wenig den Zahn gezogen, danach waren wir in der ersten Hälfte stärker.“
Auch vor dem 2:0-Treffer durch Krystian Mariusz Peda in der 65. Minute hatte Wernsdorf einen kurzen Lauf. „Auch hier kam das Tor zur rechten Zeit, das war psychologisch extrem wichtig. Es ist nur schade, dass wir noch einige Hochkaräter vergeben haben“, ärgert sich Maerz. „Aber insgesamt bin ich recht zufrieden. Das war eine geschlossene Mannschaftsleistung.“ Das Team bleibt damit auch nach dem vierten Spieltag ungeschlagen.

Was sind DFB-Stützpunkte?


366 Stützpunkte sollen ein engmaschiges, flächendeckendes Netz zum intensiven Sichten und Fördern junger Spielerinnen und Spieler bilden. Stützpunktkoordinatoren fungieren dabei als Schnittstellen zwischen dem Deutschen Fußballbund, den Landesverbänden und den ausgesuchten Stützpunkten. Etwa 1 300 Stützpunkttrainer sollen die Talente sichten und eine optimale individuelle Förderung durch das Zusatztraining sichern.

Nahezu jedes Talent soll damit sicher sein, von einem regionalen Sichter „gefunden” zu werden. Die Stützpunkte sind so verteilt, dass es keine schwarzen Flecken auf der Landkarte mehr geben soll, so der DFB.  mpe