„Die Arbeitslosigkeit ist noch einmal leicht zurückgegangen, das ist für einen November eher untypisch“, sagt Petra Röhlinger-Hissnauer, Leiterin der Agentur für Arbeit Eberswalde, zur aktuellen SItuation auf dem Arbeitsmarkt. 11.816 Barnimer und Uckermärker waren im November arbeitslos gemeldet. Das sind 75 weniger als im Vormonat und 952 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote lag bei 7,4 Prozent.

Viel Kurzarbeit während Lockdown

„Wir freuen uns über jeden Monat, in dem die Arbeitslosigkeit insgesamt zurückgeht“, so Röhlinger-Hissnauer weiter. In den Wintermonaten werde sie erfahrungsgemäß deutlich steigen und der aktuelle Lockdown werde auch dazu führen, dass wieder mehr Menschen von Kurzarbeit betroffen seien. „Wir verzeichnen bereits jetzt eine steigende Zahl von Anzeigen auf Kurzarbeit. Und so steht für uns, die Wirtschaft und alle Unternehmen, die Frage, wie es in den nächsten Wochen und Monaten weitergeht. Wir hoffen sehr auf Normalität, wagen aber noch keine optimistische Prognose.“
Nach den jetzt veröffentlichten Zahlen waren im Agenturbezirk Eberswalde im Juli in 790 Betrieben 4.727 Beschäftigte in Kurzarbeit. Das ist deutlich weniger als noch im Juni (1.126 Betriebe mit 6.826 Beschäftigten) und dennoch für die Region eine sehr hohe Zahl. Röhlinger-Hissnauer geht davon aus, dass Unternehmen in diesen Monaten Kurzarbeit verlängern oder auch erstmalig anzeigen werden. Bisher wirke der Schutzschirm Kurzarbeitergeld und sichere Hunderte Arbeitsplätze.

Arbeitslosenquote in Brandenburg

Im Land Brandenburg liegt die Arbeitslosenquote im November bei 6,0 Prozent. Das entspricht einem Rückgang gegenüber Oktober von 0,1 Prozentpunkten und gegenüber dem Vorjahresmonat einem Anstieg von 0,6 Prozentpunkten. In Berlin liegt die Arbeitslosenquote bei 10,1 Prozent (Vormonat: -0,1 Prozent, Vorjahr: 2,5 Prozent).