Für viel Arbeit gab es am Sonnabend viel Lohn: Die Organisatoren des Festes am Askanierturm zählten am Ende des Tages mehrere Hunderte Besucher und konnten ein rundweg positives Fazit ziehen. Gestartet wurde der Tag mit zünftigen Klängen der Jagdhörner. Anlass des Sommerfestes in Eichhorst war der 140. Geburtstag des Askanierturms. Der zwölf Meter hohe Feldsteinturm feierte als Denkmal für die einstigen Herrscher der Mark Brandenburg, die Askanier, in diesem Jahr Jubiläum. Erinnert wurde am Sonnabend an das Wirken der Askanierfürsten Albrecht des Bären und Otto den Ersten, aber auch an den Heimatdichter und Joachimsthaler Lehrer Friedrich Brunold, auf dessen Initiative die Errichtung des Turms zurückgeht.
Nach dem Auftakt direkt am Fuße des Turmes wurde die Jubiläumsfeier am Nachmittag auf der nahe gelegenen Festwiese am Werbellinkanal fortgesetzt. Die Moderation übernahm, wortgewandt und geistreich, der Wahl-Eichhorster Henry Pepinski. Man konnte ihm eine gewisse Hartnäckigkeit nicht absprechen, denn als sich Margit Dürr, die Siegerin des Kuchenbackwettbewerbes "Leckerster Kuchen aus Uromas Zeiten" nicht gleich melden wollte, flocht er ihren Namen in die fortlaufende Moderation so lange ein, bis die Bäckerin doch noch auf die Bühne kam. Eine Jury hatte zuvor ein Dutzend Kuchen probiert und entschieden, dass die Hobby-Bäckerin den Wanderpokal "Silberner Löffel", bekommt. Den optisch schönsten Kuchen backte allerdings die Eichhorsterin Cindy Gierke: Die Askanierturm-Torte war der Jury sogar zu schön zum Anschneiden.
Broschüre zur Turm-Geschichte
Für die großen und kleinen Besucher gab es ein abwechslungsreiches Programm, so etwa eine Hüpfburg aus Stroh und Basteln mit den Finowfurter Flößern. Ein Kunst- und Handwerkermarkt mit regionalen Ausstellern ergänzte die Szenerie. Der Abend fand seinen Höhepunkt mit der Showband "Sowieso" und Tanz bis in die Nacht. Über die beengte Parksituation im Dorf wurde am Festtag großzügig hinweggesehen.
Alles Wissenswerte rund um den Askanierturm ist in einer neuen Broschüre zu erfahren, die bereits am Sonnabend zuhauf verkauft wurde. In den Touristeninformationen der Schorfheide ist sie ab sofort für Geschichtsbewusste erhältlich.