Hohe Temperaturen und die Ferienzeit locken Badelustige ans Wasser. Nicht nur die Freibäder, sondern auch die zahlreichen Seen im Barnim sind ein Ziel. Oftmals liegen diese am Waldrand oder mitten im Herzen des Waldes. Die dauerhafte Hitze führt zu einer Erhöhung der Waldbrandgefahr. Mit Beginn der Waldbrandsaison am 1. März wurden die alten Waldbrandwarnstufen 1 bis 4 durch die Stufen 1, sehr geringe Gefahr, Stufe 2, geringe Gefahr, Stufe 3, mittlere Gefahr, Stufe 4 hohe Gefahr, und Stufe 5 ,sehr hohe Gefahr, abgelöst. Der Grund ist eine bundesweit einheitliche Darstellung.
Die Waldfläche im Barnim beträgt 74400 Hektar. Für die Bewirtschaftung ist die Oberförsterei Eberswalde zuständig. In der Oberförsterei ist auch die Waldbrandzentrale, von der aus die Überwachung der Wälder erfolgt, untergebracht. Ab der Waldbrandwarnstufe 3 wird die Waldbrandzentrale besetzt. Um Brände schneller erkennen und verhindern zu können, werden 18 Kameras eingesetzt. Sie sind in den Feuerwachtürmen eingebaut.
Jede Optik überwacht einen Radius von zehn Kilometer und benötigt etwa acht Minuten für eine Drehung um die eigene Achse. Die Kameras arbeiten überlappend. Somit ist sichergestellt, dass jeder Quadratmeter des Waldes erfasst wird. Die Bilder werden an vier Arbeitsplätzen in der Waldbrandzentrale ausgewertet. Bei dieser Auswertung kommt es besonders darauf an zu erkennen, ob es sich tatsächlich um einen Brandherd oder ob es sich zum Beispiel nur um eine Staubwolke handelt, die durch einen Traktor verursacht wird, der übers Feld fährt. Nach Aussage der Leiterin der Oberförsterei Eberswalde, Constanze Simon, gab es in diesem Sommer bis zum großen Feldbrand bei Werneuchen am Mittwoch voriger Woche fünf kleinere Brände. Betroffen waren 1,08 Hektar. Neben dem Rauchverbot, das am und im Wald unbedingt einzuhalten ist, gibt es vor allem eine Regel, die es laut Constanze Simon zu beachten gilt. "Das Wichtigste aber ist, immer mit offenen Augen durch unsere Wälder zu gehen und jeden auf Verstöße gegen die Waldbrandverhütung aufmerksam zu machen", sagt sie.