Am Dienstagabend war im Landratsamt eine E-Mail aus dem Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft eingegangen. Darin erklärte Staatssekretär Rainer Bretschneider, dass das Land einer Überleitung des bisherigen Holzvertrages nicht zustimmt. Damit wird eine wichtige Klausel im Kaufvertrag mit dem Insolvenzverwalter nicht erfüllt. Der Barnimer Verwaltungschef zeigte sich gestern erbost. "Die Barnimer Energiegesellschaft ist im Handelsregister eingetragen. Sie ist arbeits- und rechtsfähig. Die Geschäftsführung ist bestellt. Der Notarvertrag zum Kauf des Hokawe wurde am 3. Mai unterzeichnet und vollzogen. Und in letzter Minute macht das Land einen Rückzieher", sagte er. "Das entzieht unserer Entscheidung zum Erwerb des Holzkraftwerkes und zu dessen Betrieb eine fundamentale Stütze. Wir brauchten diesen Holzvertrag als ökonomische Grundlage."
Am 1. Juni hätte der Landkreis das Werk übernommen. Nun würden 50 Arbeiter und deren Familien "ohne Not in eine Notlage entlassen", beklagte Ihrke. Seine Nachricht vom geplatzten Kauf nahm ein Teil der Abgeordneten mit Beifall auf.
Wir berichten am Freitag ausführlich über die Entscheidung in unserer Ausgabe.