Jetzt muss alles ganz schnell gehen. Denn: In knapp einem Jahr soll der Anbau an die Kita „Spielhaus“ in Ostende schon stehen. Bis Anfang September haben Firmen deshalb nur Zeit, sich um den Auftrag zu bewerben und ein Angebot abzugeben. Für den 4. September hat die Stadt bereits die Submission, also das Öffnen und die Auswertung der Unterlagen, festgesetzt.
Dieser Tage hat das Baudezernat die Ausschreibung veröffentlicht. Womit definitiv klar ist: Die Kita-Erweiterung kommt. Die Förderkonditionen, vor Kurzem noch unklar, sind inzwischen definiert. Eberswalde darf bei einer kalkulierten Bausumme (incl. Planung) von 1,5 Millionen mit Zuwendungen von 900 000 Euro rechnen. Der Haken: Zum 31. Juli 2019 müssen die Arbeiten eben abgeschlossen sein.
Um das Vorhaben in der gebotenen Eile zu realisieren, geht Eberswalde gleich in zweierlei Hinsicht einen neuen Weg. Zum einen soll der Anbau, konzipiert für vier Krippengruppen, in Modulbauweise errichtet werden. Zum anderen will sich die Kommune eines „Totalunternehmers“ bedienen. Gesucht wird per Ausschreibung also eine Firma, die das Vorhaben von der Planung bis zur Übergabe komplett umsetzt. Bauen aus einer Hand. Die Stadt ist ab Auftragsvergabe außen vor. Andernfalls wäre das nicht zu schaffen, hatte Baudezernentin Anne Fellner jüngst die Abgeordneten schon mal auf das außergewöhnliche Verfahren eingeschworen.
Aktuell hat das „Spielhaus“ eine Kapazität von 135 Plätzen. Dies allerdings nur dank einer Sondergenehmigung, die Ende 2019 ausläuft. Danach dürfte das Team um Britta Schulz nur noch 123 Mädchen und Jungen betreuen. Mit Blick auf die bereits bestehende Warteliste in der Stadt viel zu wenig. Mit dem Anbau könnte die Kapazität um 41 Plätze auf dann 164 erhöht werden. Ein Plus, das gerade für die Stadtteile Ostende und Südend wichtig ist.
Der eingeschossige Anbau soll westlich der jetzigen Kita errichtet und über einen Flur mit dem Haupthaus verbunden werden. Das Konzept sieht neben Gruppenräumen auch die entsprechenden Sanitärbereiche für die Jüngsten sowie eine Terrasse vor. In Oderberg gibt es bereits eine Kita im Oberbarnim, die nach dem Baukastensystem errichtet wurde.