Die Verwaltung werde in den nächsten Wochen den Abgeordneten einen neuen, einen überarbeiteten Entwurf zur Kita-Gebührensatzung vorlegen. Dies versicherte Sozialdezernent Jan König dem Finanz- und Wirtschaftsausschuss während der jüngsten Sitzung. Damit entspricht das Fachamt einer Forderung des Sozialausschusses.
Der hatte das von der Verwaltung ursprünglich präsentierte Zahlenwerk zuvor zurückgewiesen. Die Steigerungsraten bei den Elternbeiträgen seien zu hoch, waren sich die Abgeordneten und die sachkundigen Bürger einig. Sie baten um Nachbesserungen bei der Staffelung. Und um eine transparente Darstellung der finanziellen Konsequenzen.
Denn: Dreht die Stadt an den Stellschrauben Einkommen, Betreuungszeit sowie Kinderzahl, in dessen Folge die Gebühren für die Mütter und Väter sinken, sinken eben auch die Einnahmen der Stadt. „Und der Zuschussbedarf erhöht sich“, machte König deutlich. Aktuell, laut Planansatz 2018, liege der bei 3,6 Millionen Euro. Bei Ausgaben von 5,4 Millionen Euro für die Kitas (Personal- und Sachkosten) seien Elterngebühren (incl. Essengeld) von 1,8 Millionen Euro kalkuliert worden. Mit einer Entlastung der Eltern erhöhe sich die Belastung für den kommunalen Etat, betonte der Dezernent vor dem Finanzausschuss und lobte gleichzeitig die „konstruktive Debatte“ im Sozialausschuss.
Der Kita-Elternbeirat des Kreises teilt diese Einschätzung. Vorsitzende Annett Heidebrunn, die die Sitzung verfolgt hatte, zeigte sich hinterher erleichtert, dass das Gremium die Anregungen aufgegriffen hat und hofft nunmehr auf eine abgemilderte Variante. Derzeit liegen die Durchschnittsgebühren, die Eltern für die Betreuung ihres Nachwuchs in Eberswalder Kitas zu entrichten haben, bei: Krippe 80 Euro bis sechs Stunden und 120 Euro über sechs Stunden, Kindergarten 42 bzw. 82 Euro sowie Hort 42 (bis vier Stunden) bzw. 68 Euro (über vier Stunden).
Mit der zum 1. August geplanten Einführung der Beitragsfreiheit fürs letzte Kita-Jahr (Vorschule) in Brandenburg müssten die Eltern freilich keine Gebühren mehr zahlen, versicherte König auf Nachfrage. Die Stadt erhalte dann einen entsprechenden Ausgleich aus Potsdam.
Ein Problem aber besteht fort: Es fehlen nach wie vor Plätze. Laut Statistik des Fachamts vom 1. April gibt es 210 offene Kita-Anträge in Eberswalde. 99 in der Altersgruppe bis drei Jahre, 94 von drei bis sechs (darunter sieben Vorschulkinder) und 17 im Grundschulalter.