Bei der Klimaschutzwoche an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung ist der Mittwoch von Anbeginn an für den Projekttag reserviert. Initiativen aus Stadt und Hochschule, die zum Klimaschutz beitragen, stellen sich vor. Darunter diesmal das Projekt Agroforst – eine Gruppe von Studenten, die auf einer Fläche in Großmutz (Oberhavel) auf 1,5 Hektar eine Mischform aus Ackerland und Forstwirtschaftsfläche aufbaut. „Ein Acker mit Bäumen“, vereinfacht Student David Ibertz. Das bringe einen geringeren Flächenverbrauch, ganz im Sinne des Klimas, und einen über mehrere Jahre höheren Ertrag bei Erhalt der Bodenqualität.
Weniger für den Bauern, sondern für den Privathaushalt interessant ist das Balkonkraftwerk von Moritz Sanne. Das besteht aus Solarpanelen mit 250 Watt Leistung und einem Wechselrichter. Die gewonnene Sonnenenergie wird ins Netz der eigenen Wohnung eingespeist. Sanne, Student und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der HNE, betreibt damit seinen Kühlschrank, einige der LED-Lampen in seiner Wohnung und lädt seinen elektrischen Rasierapparat auf. Kostenersparnis im Jahr: 30 bis 40 Euro. Allerdings verbrauche sein Haushalt auch eher wenig Strom. Zehn Prozent könnte Ottonormalverbraucher in etwa einsparen. 300 Euro kostet die Anschaffung der 250-Watt-Anlage, die doppelte Leistung genau doppelt so viel.
Um Teilnehmer für die Studentenvollversammlung warb indes der Allgemeine Studentische Ausschuss (Asta). 200 Studierende braucht es, um ein Strategiepapier zur nachhaltigen Mensa zu verabschieden. Das sieht unter anderem weniger Fleisch und das Ende der Pappbecher vor, mehr Bio und mehr Regionalität. Die Wünsche müssen anschließend mit dem Studentenwerk Frankfurt Oder ausgehandelt werden.
Bis 18 Uhr präsentierten sich die Initiativen auf dem Stadtcampus. Zwischen 21 und 23 Uhr war Freiluftkino zum Thema Klimaktivismus im Innenhof angekündigt. Heute ist in der Aula des Haus 6 ab 17.30 Uhr ein Vortrag über Maßlosigkeit und Mäßigung vorgesehen.