Die Grippesaison beginnt, von Covid-19 nicht zu reden. Doch in Eberswalde wird die Suche nach einem Hausarzt zum echten Problem. Die 6600 Einwohner des Brandenburgischen Viertels gar müssen sehen, wo sie bleiben. Denn gleich zwei Ärztinnen haben aufgegeben. Nur ein Aushang bleibt Patienten mit Ausweichadressen.

Vielseitigkeit als Hausarzt gefragt

Doch auch alle anderen Mediziner in der Stadt haben nicht nur mit steigenden Patientenzahlen zu kämpfen. Sie schaffen, wollen sie sorgfältig behandeln und schwierige Fälle herausfiltern, einfach nicht mehr. Vielseitig müssen sie sein, dazu noch den Ansturm bewältigen. Praxen werden indes in der Stadt zum Ladenhüter. Denn acht Fachärzte fehlen. Neue Mediziner müssen her. Politik und Klinikleitungen müssen dabei neue Wege gehen.

Stadtumbau in Eberswalde muss sich niederschlagen

Attraktive Bedingungen, gute Bezahlung und ein familiäres Umfeld sollten als Pfunde locken. Will Eberswalde das Problem lösen, müssen alle an einem Strang ziehen und weiter Signale als familienfreundliche Stadt aussenden. Auch dem sozialen und städtebaulichen Umbau des Brandenburgischen Viertels, der begonnen hat, kommt da eine herausragende Bedeutung zu.