Die Barnimer Jäger sind am Ende. Ihre Liebe zum Wald und zur Natur wird derzeit auf eine harte Probe gestellt. Das Hobby der Jagd ist teuer, die Abschussquoten im Landkreis sollen jedoch weiter erhöht werden. Aber eine Lobby haben die Pächter und Jäger kaum, beklagen sie. Dazu kommt, dass die Fleischpreise aktuell im Keller sind.

Schweinepest lauert schon

Noch dazu die Afrikanische Schweinepest (ASP), die dazu beiträgt, dass vielen Kulinarikern der Appetit an Wildschweinfleisch vergeht. Mit der Übernahme von Gebühren für die Fleischbeschau will der Landkreis Barnim den Jägern unter die Arme greifen. Das hat er auch schon in diesem Jahr getan. Unabhängig vom Alter der geschossenen Tier sollen die Jäger von Kosten entlastet werden.

Hilferuf an die Brandenburger Politik

Ob die Rechnung aufgeht, hängt vom Verlauf der Seuche ab. Dass sie den Barnim treffen wird, ist klar. Nur wann, das ist die Frage. Bis dahin ist vor allem viel Idealismus und Liebe zur Heimat gefragt. Und Hilfe von der Politik, um das drohende Ungemach durchzustehen. Nur wenn alle mit anpacken und Lasten auf breiten Schultern liegen, wird es gelingen, wirkungsvoll gegen die ASP vorzugehen und der Jagd zwischen Schorfheide und Naturpark Barnim eine Zukunft zu geben. Sonst sind die Jäger mit ihrem Latein am Ende.