Es sei nicht das Ziel der Bürgerinitiative, Panik gegen CCS zu schüren, hebt Ulf-Michael Stumpe hervor. „Doch allen sollte klar sein, dass es sich bei dem Verfahren um ein Experiment mit ungewissem Ausgang handelt“, sagt er. Und Brandenburg sei kein Labor und die Brandenburger seien keine Versuchskaninchen. Zu den realen Gefahren der unterirdischen Lagerung gehöre, dass durch das verflüssigte Kohlendioxid Salzwasser in Schichten verdrängt werden könne, die Grundwasser führen. Der durch die Verpressung herbeigeführte Überdruck könnte überdies in der Tiefe zu eruptiven Erscheinungen und Entladungen geologischer Strukturen führen. „Im Klartext heißt das, das im Oderbruch und darüber hinaus selbst Erdbeben nicht mehr ausgeschlossen wären“, urteilt Ulf-Michael Stumpe. Die Holzkreuze seien als Warnung vor dem Tag X zu verstehen, an dem mit den Erkundungsmaßnahmen für die Kohlendioxid-Verpressung begonnen werde.
Für Eberswaldes Baudezernentin Anne Fellner besteht kein akuter Handlungsbedarf. „Wir werden das Thema zwar kritisch begleiten“, sagt sie. Noch sei aber aus keiner seriösen Quelle erkennbar, dass von der Einlagerung eine Gefahr ausgehe.