Traditionell jedoch boten sich interessante Einblicke in den künstlerischen Alltag sowie die Ideenfindung und Entstehung der jeweiligen Kunstwerke.
Wer wollte, konnte die meisten Objekte natürlich auch gleich erwerben. Für den ein oder anderen sicher eine willkommene Gelegenheit, um ein passendes, individuelles und nicht alltägliches Geschenk zu erstehen. Denn Zeit, anderen eine Freude zu machen, ist eigentlich immer.
Insgesamt mehr als 68 teilnehmende Ateliers hatten, diesmal mit landesweit identischem, neuem Logo eingeladen. Das waren deutlich mehr als noch im Herbst des vergangenen Jahres. Die zuvor im Barnim genutzte "Spirale", gehörte somit der Geschichte an, wenngleich einige Künstler sie wegen des Wiedererkennungswertes zusätzlich verwendeten.
Unter ihnen auch Klaus Deutsch aus Britz, der sich seit vielen Jahren an der beliebten Aktion beteiligt. "Ich wollte den Besuchern einfach die gewohnte Orientierungshilfe bieten", so der Maler und Grafiker schmunzelnd.
In den meisten Ateliers stellte sich schon am Vormittag ein reger Besucherandrang ein. So auch bei Deutsch, der auf seinem Grundstück alte und neue Objekte präsentierte. Darunter viele Bilder, die der Kreative ausschließlich in Acryltechnik anfertigt. Die neue Plastik "Europa" fand ebenfalls rege Beachtung.
Grit und Mathias Droese aus Schwedt unternehmen in jedem Jahr eine ausgedehnte Tour durch die Kunstwerkstätten im Barnim und in der Uckermark. "Wir orientieren uns am aktuellen Flyer und suchen uns bestimmte Anlaufpunkte heraus", erläuterte Grit Droese.
Die Schaffensstätte von Klaus Deutsch war am Sonnabend, nach Joachim Brückners "Alter Schmiede" in Groß Ziethen, ihre zweite Station. Brückner hatte zum wiederholten Male Schmuckdesignerin Brigitte Rottstock zu Gast.
Die Droeses wurden unter den zahlreichen Ausstellungsstücken bei Klaus Deutsch auch sogleich fündig und erwarben als Erstes einen Krug. Weiter sollte es zu Angelika Swodenk und Gudrun Sailer nach Eberswalde gehen.
Zum ersten Mal dabei war Malerin Kathrin Kosminski, ebenfalls aus Britz. In der Malerei finde ich meinen Ausgleich und die nötige Ruhe, die Dinge gelassen zu betrachten", sagte die in der Altenpflege tätige Hobbykünstlerin. Seit zirka 15 Jahren habe sie sich der Thematik intensiver angenommen und überwiegend in Acryl, Kohle und Öl das Leben in Bilder gefasst, so die Wahlbritzerin. Entstanden ist so beispielsweise eines ihrer neuesten Werke mit dem Titel "Kurz vor halb". "Ich habe darin meine Gedanken über das Älterwerden verarbeitet, in dem für mich auch eine einzigartige Chance liegt", erklärte die Malerin ihre Absicht und die Entstehung der Idee.
Angesichts der unzähligen Eindrücke, die das alltägliche Leben heute biete, sei es mitunter nicht immer leicht bei sich selbst zu bleiben, beschreibt sie einen zentralen Gedanken ihrer Kreativität.
Der nächste "Tag des offenen Ateliers" im Landkreis Barnim findet am 29. November statt.