Das Gefährt mit einer Tragkraft von bis zu 100 Kilogramm kam im Rahmen des Hausmeisterdienstes zum Einsatz. "Wir wollen einfach mehr Nähe zu unseren Mitgliedern", so Guido Niehaus, zweiter Teil des Geschäftsleitungstandems der WBG. Auf dem Fahrrad sei man dichter an den Menschen, erläuterte Niehaus.
Und auch die Hausmeister schwangen sich mit Begeisterung auf den stabilen Drahtesel. Ob dieser allerdings dauerhaft zum Einsatz komme, werde gemeinsam mit allen Beteiligten entschieden, so die Geschäftsleitung übereinstimmend.
Dass der Hebewerkverein gleichzeitig auch Mieter der WBG ist, sei ein regelrechter Glücksgriff, betonte Volker Klich. Durch diesen Umstand sei im Übrigen auch die Idee geboren, ein Lastenrad auszuprobieren, verriet er. Auslöser war ein entsprechender Workshop. "Wir dachten, das passt gut zu uns und zu Eberswalde", erklärte der Geschäftsführer. Die Stadt definiere sich aus seiner Sicht über Inhalte und nicht durch ein plakatives Äußeres. Das wolle er gern auch für die WBG in Anspruch nehmen, ergänzte Klich.
Ingo Frost gab der Hoffnung Ausdruck, zukünftig bis zu zehn Lastenräder in der Waldstadt in Dienst stellen zu können. Als geeignete Partner nannte er unter anderem die Verwaltung, Unternehmen oder die Hochschule für nachhaltige Entwicklung. Neben dem von der WBG getesteten Exemplar sind zurzeit drei weitere Räder in Eberswalde im Einsatz.
Das Funktionsprinzip und die Idee lehnen sich an die seit 30 Jahren erfolgreichen dänischen Christiana Bikes an. Technisch weist das Eberswalder Lastenrad jedoch einige Unterschiede auf.
Nachdem die neue Geschäftsführung der WBG sich zunächst die Sanierung des Wohnungsbestandes und die Optimierung der inneren Abläufe auf die Fahnen geschrieben hatte, folge nun eine neue inhaltliche Prägung, beschrieb Klich. Dazu gehöre es auch, neuen Möglichkeiten eine Plattform zu bieten, ergänzte er.