Wenn es um die Straßen von Klandorf geht, werden viele hellhörig. Geht es doch seit Jahren bereits darum, ob die Dorfstraße ausgebaut, instand gesetzt oder nur eine Regenentwässerung gemacht werden soll.
Jetzt haben Anlieger auf den Zustand einer anderen Klandorfer Straße, den Marienwerderweg, aufmerksam gemacht. "Wir sind dort Anwohner und betteln jedes Jahr beim Straßenbauamt um die Ausbesserung der vielen Löcher", schreibt das Ehepaar Krekel-Kuhn, das dort selbst wohnt.
Der Marienwerderweg geht von der Dorfstraße ab, führt entlang am Friedhof, an anliegenden Grundstücken und an einer Ackerfläche bis in ein Waldstück hinein. Anlieger gibt es dort derzeit 35 Personen, einige davon sind Wochenendgrundstücksbesitzer. Der bewohnte Weg ist 664 Meter lang.
Insbesondere das Teilstück vor dem Friedhof ist in den vergangenen Jahren immer mehr in die Breite gewachsen. Denn: In der Mitte der Straße haben sich etliche Schlaglöcher ausgebreitet. "Wir wohnen jetzt seit 18 Jahren hier und haben die Entwicklung gut beobachten können", sagt Inka Krekel-Kuhn. Mittlerweile gebe es Schlaglöcher, die mehr als zehn Zentimeter tief scharfkantig in den Boden abfallen. "Und dadurch, dass es immer mehr Schlaglöcher geworden sind, weichen die Autos natürlich an den Rand der Straße aus", berichtet das Ehepaar. So hätten manche Autos bereits Freundschaft mit den Begrenzungen anliegender Grundstücke gemacht. Gerade mit dem Fahrrad fühle sie sich nicht sicher, sagt Inka Krekel-Kuhn. "Ob per Auto, Fahrrad oder zu Fuß ist der Teil zwischen Friedhof und den ersten Häusern auf der linken Seite so gut wie nicht passierbar." An dem Weg befinden sich kein Fahrrad- oder Fußweg.
Das Ehepaar hat sich bereits in mehreren Schreiben an die Gemeinde Schorfheide gewendet und auf den Zustand hingewiesen. Ausgebessert wurden die Schlaglöcher, wie auch kürzlich erst wieder mit Reparaturarbeiten, schon, so die Krekel-Kuhns. Doch der Zustand habe sich innerhalb von wenigen Wochen oft wieder so verschlechtert, dass ein Durchkommen nur im Schritttempo möglich sei. "Wir sind froh, dass die Straße jetzt ohne Slalomfahren passierbar ist." Nach genauerem Hinsehen haben die Eheleute allerdings festgestellt, dass die großen Löcher zwar beseitigt, aber im weiteren Verlauf immer noch genügend vorhanden sind.
Vor etwa acht Jahren habe es eine interne Abstimmung zur Verbesserung des Weges unter den Anliegern gegeben, berichtet Inka Krekel-Kuhn. Dabei hätten sich die meisten der Anwohner gegen eine für sie geldintensive Variante entschieden. Zum Ausbau beziehungsweise einer Instandsetzung kam es deshalb nicht.
Inka Krekel-Kuhn fragt sich nun, welche Möglichkeiten die Anwohner ohne Beteiligung haben, um eine Verbesserung des Weges zu schaffen. "Vielleicht durch das Legen einer Bitumdecke", so die Anwohnerin.
"Bei der beschriebenen Möglichkeit eine Asphaltdecke aufzubringen, handelt es sich um keine Instandsetzungsmaßnahme", so Bert Siegel, Bauamtleiter der Gemeinde Schorfheide. Des Weiteren entspreche diese Bauweise nicht den geltenden Regeln der Technik.
Beim Marienwerderweg handelt es sich um eine Anliegerstraße, so Siegel. "Es ist mir nicht bekannt, dass der Ausbau beziehungsweise die Instandsetzung von Anliegerstraßen förderfähig wären", sagt der Bauamtsleiter weiter. Einen Ausbau oder eine andere Art der Instandsetzung schließt er für den Marienwerderweg deshalb aus.
Stattdessen habe die Gemeinde den Weg regelmäßig unterhalten. "2014/2015 erfolgte eine Profilierung des unbefestigten Abschnittes", so Bert Siegel. Im vergangenen Jahr gab es keine Profilierung. Dort wurden die Löcher im Asphaltbereich aufgefüllt, so der Bauamtsleiter. In diesem Jahr erfolgte wiederum eine Profilierung des unbefestigten Abschnittes.
Die Krekel-Kuhns wären bereit ihren Anteil zu zahlen, wenn sich durch eine Maßnahme der Zustand des Marienwerderwegs verbessern würde. Bleibt nur die Frage, ob das auch die anderen Anwohner tun würden.