Nach den Dissonanzen an der Kreismusikschule ist offenbar wieder alles im Lot. Auf der zurückliegenden Gesamtlehrerkonferenz sei der Mediationsprozess an der Einrichtung als „notwendig und anstrengend aber als ergebnispositiv bestätigt worden“. So äußerte sich Dezernent Matthias Tacke im jüngsten Kultur- und Bildungsausschuss des Kreistages. An der ein oder anderen Stelle habe es einen Rückschritt gegeben, doch er sei sich sicher, dass sich die Musikschule auch weiterhin positiv entwickeln werde.
Auf der Tagesordnung stand das Thema im Ausschuss nicht. Stattdessen hatte eine Dame aus den Reihen der Gäste ihre Besorgnis zum Ausdruck gebracht. Sie habe Angst um die Schule und finde die Entwicklung bedauerlich. Dabei bezog sie sich auf den Anfang Januar erschienenen Artikel in der Märkischen Oderzeitung, der die Weggänge von Lehrkräften 2018 und ein gestörtes Verhältnis einiger Mitarbeiter zum Leiter der Schule thematisiert hatte.
Um sich zu vergewissern, dass die Mediation an der Einrichtung erfolgreich war, wollen sich die Mitglieder des Ausschusses zu ihrer nächsten Sitzung in den Räumen der Musikschule zu verabreden. Wie ein Mitglied des Gremiums erklärte, hätte Musikschulleiter Christian Schommartz selbst diesen Vorschlag gemacht.
Im vergangenen Jahr hatten zehn Mitarbeiter die Schule verlassen. Darunter auch langjährige Kräfte wie Chorleiterin Christine Arnold. Wie der Landkreis Barnim auf Nachfrage mitteilt, sei die Chorarbeit in Eberswalde nach kurzer Pause fortgesetzt worden. Ein Erwachsenenchor probe immer montags von 19 bis 20.30 Uhr und ein Jugendchor dienstags von 17 bis 18.30 Uhr. Einen Auftritt habe es bereits im November in Bernau gegeben. Bisher habe die Chor-arbeit der Musikschule nur in Eberswalde stattgefunden. „Da die neue Kollegin auch in der Regionalstelle Bernau tätig ist, wäre ein solches Angebot bei entsprechender Nachfrage auch in Bernau möglich“, heißt es seitens des Landkreises.
Weitergehen wird es nach dessen Einschätzung auch mit dem Musikschulorchester. Nach Weggang von Leiter Niels Templin schien die Zukunft des Eberswalder Ensembles ungewiss. Wie der Kreis mitteilt, werde die Orchesterarbeit ab Februar durch eine kompetente Lehrkraft fortgesetzt. „Wir gehen deshalb lediglich von einem kurzfristigen kleineren Rückgang aus, der auch schnell wieder behoben ist“, heißt es. Für den Leiter des Bernauer Orchesters, der 2019 ausscheidet, ist die Nachfolge auch geklärt. So wird sich die Leiterin des Eberswalder Ensembles künftig auch um die Bernauer kümmern. Damit liege alles in einer Hand, was die Zusammenarbeit erleichtere.