Baudezernentin Anne Fellner erklärte dazu: Der Obus-Verkehr beschäftige die Stadt gleich unter zwei Aspekten. Zum einen beim perspektivisch geplanten Straßenausbau, entsprechende Fahrbahnbreiten seien zu berücksichtigen. Zum anderen unter dem Gesichtspunkt der Erschließung, der Anbindung der Bürger selbst. Die Stadt wolle sowohl in Ostend wie auch in Finow die Stadtlinien verlängern. "Dazu muss man heute gar keine Strippen mehr ziehen", erklärte sie. Dank Hybridtechnik könnten die Obusse bekanntlich abschnittsweise auch ohne Oberleitung fahren. Zuständig für den öffentlichen Personennahverkehr sei allerdings der Landkreis Barnim. Mit dem die Stadt deshalb bereits Gespräche aufgenommen hat, so Fellner. Ob die Verhandlungen zum Erfolg führen, sei schwer zu sagen. Schließlich gebe es auch anderswo im Kreis Begehrlichkeiten und die Verhältnisse seien zu wahren.
Bislang ist Ostend nur über die Obuslinie 861 erschlossen, die durch die Saarstraße zur Endhaltestelle führt. Der Fuhrpark der Barnimer Busgesellschaft umfasst zwölf Obusse. Soeben hat das Brandenburger Kabinett den Entwurf zur Änderung des Gesetzes für den Öffentlichen Personennahverkehr verabschiedet, wonach gerade Straßenbahn und Obus als Verkehrsmittel im Land künftig stärker gefördert werden sollen. Von zusätzlich insgesamt zwölf Millionen Euro für die kommenden drei Jahre ist die Rede. Davon kämen neun Millionen Euro der Tram und dem Obus zugute. Vorausgesetzt, der Landtag billigt die Gesetzesänderung.