Der seit 1. Januar von der Forst geschlossene Parkplatz am Schwärzesee bringt die Gemüter in Wallung.
Zwar ist das begehrte Naherholungsziel zu Fuß und mit dem Rad zu erreichen. Zahlreiche Leserbriefschreiber, die in der Redaktion eingegangen sind, werfen der Forst aber vor, nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft und hilflos gehandelt zu haben. Das weist Constanze Simon, Leiterin der Oberförsterei Eberswalde, entschieden zurück.

Gefahr für Waldbrände durch illegale Camper gegeben

Befragt im Kreis-Landwirtschaftsausschuss am Dienstagabend erläuterte sie die Entscheidung. Über Jahre habe sich das Problem vor Ort potenziert. Extreme Vermüllung, wilde Übernachtungen und nächtliche Feuer in einem Wald seien nicht hinnehmbar. Vielleicht bedingt durch Corona hätten die illegalen Übernachtungen zugenommen, manche Besucher gar tagelang vor Ort campiert. Die Entscheidung sei mit der Stadt abgestimmt worden.

Choriner Forst soll Erholungszwecken für alle dienen

„Der Parkplatz war nicht öffentlich gewidmet. Wir sprechen von Wald laut Definition im Brandenburger Waldgesetz.“ Das schreibt: Zum Zwecke der Erholung ist das Betreten des Waldes jedermann gestattet, soweit dem nicht Interessen der Allgemeinheit entgegenstehen. Die Entscheidung der Landeswaldoberförsterei Chorin trage sie ebenso wie ihre Kollegen voll mit.
Zuletzt hatte sich auch der Eberswalder SPD-Abgeordnete Hardy Lux vor Ort mit dem Förster getroffen, um sich die Situation genauer erläutern zu lassen. Viele Senioren bedauern, dass sie den See nicht mehr mit dem Pkw erreichen können. Sie gehen dort spazieren.