Bei der Kandidatenkür der Partei in Strausberg setzte sich der 56-Jährige gegen einen weiteren Kandidaten durch und erhielt schließlich 100 Prozent aller Stimmen. Voigt ist gleichzeitig auf dem siebenten Platz der Landesliste in Brandenburg.
"Eigentlich wollte ich gar nicht kandidieren", so der frisch gekürte Direktkandidat. "Aber wenn es Piraten gibt, die der Meinung sind, dass ich es machen sollte, nehme ich es gerne an." Möglicherweise habe sein Engagement für den ländlichen Raum dazu beigetragen. Aus der Uckermark selbst hatte es keinen weiteren Kandidaten gegeben, der kandidieren wollte.
Der Diplomsozialpädagoge ist zwar im Raum Barnim bekannt, in der Uckermark trat er jedoch außer bei einigen Parteiveranstaltungen bisher kaum öffentlich in Erscheinung. "Künftig werde ich öfter in der Region präsent sein und zeigen, wer die Piraten sind", so Jürgen Voigt.
Zur Vorbereitung des Wahlkampfes wird ein Team gebildet, um Voigt zu unterstützen. Neben den eigentlichen Bundesthemen will sich der Direktkandidat für die Uckermark und den Barnim aber auch mit landeseigenen Problemen auseinander setzen. Das betrifft zum Beispiel die Abdeckung mit schnellem Internet. Die Piraten fordern zudem überall die Einführung von WLAN-Verbindungen.
Neue Ideen habe man gerade für den ländlichen Raum in Sachen Bildung, demografischer Wandel und öffentlicher Nahverkehr. Auch dabei spielt die mediale Erschließung der kleinen und von Städten entfernt gelegenen Dörfer eine Rolle.
Auch die medizinische Versorgung in den Dörfern interessiert die Piraten. "Ich bin bereit, über jedes Thema zu reden", so Voigt. Es sei unrealistisch, dass er das Direktmandat in Konkurrenz zu den großen Parteien holen könne. "Ein Ergebnis von acht Prozent wäre schon sehr gut."