Aus Oderberg war Christa Roth zum Repair-Café nach Eberswalde gekommen - mit Teilen einer mindestens vor zehn Jahre erworbenen Wohnzimmerleuchte, die nicht mehr funktioniert, obwohl die Rentnerin bereits die alte Glühlampe ausgetauscht hatte. "Wäre doch schade um das Teil", sagte sie.
Auch Nico Conrad aus Blütenberg hatte eine Lampe dabei - für den Schreibtisch bestimmt und von einem Nachbarn weggeworfen, weil die Einschalttaste nicht mehr dauerhaft einrastet. "Das lässt sich doch bestimmt beheben", sagte der Finder, der das Reparieren defekter Geräte nicht nur aus Sparsamkeitsgründen "ungemein wichtig" findet. Obendrein helfe die Wiederertüchtigung von Gebrauchttechnik, Ressourcen zu schonen.
Nicht jeder Versuch, Lampen oder Radios ein zweites Leben einzuhauchen, gelingt. "Aber wir haben es dann immerhin versucht", findet Heinz Risterbieter aus Eberswalde vom Hebewerk-Verein, der zum Beispiel ohne Erfolg an einem mindestens 20 Jahre alten Radio herumschraubt, das keinen Ton mehr von sich gibt und auf dessen Display unveränderbar vier Achten stehen. Nicht einmal das Wellenschalteröl aus seinem Vorwende-Bestand, das die Sendersuche alter Rundfunkempfänger sonst oft rettet, bringt diesmal Punkte.