Noch ist die zwischen 1847 und 1849 in Berlin-Moabit erbaute und 1900 nach Eberswalde umgesetzte Borsighalle am Familiengarten dem Verfall preisgegeben. Doch der städtische Ausschuss für Bau, Planung und Umwelt hat sich am Dienstagabend mit dem Vorschlag der Rathausspitze befasst, die als herausragendes Denkmal von nationalem Rang eingestufte Ruine Schritt für Schritt so weit zu ertüchtigen, dass sie der Nachwelt erhalten bleibt.
Begleitet vom Denkmalschutz in Kreis und Land sowie unterstützt von Wissenschaftlern der Hochschule Lausitz streben Eberswaldes Baudezernentin Anne Fellner und ihre Mitstreiter an, dass die Borsighalle in das Denkmalpflegeprogramm "National wertvolle Kulturdenkmäler" aufgenommen wird. So ließen sich dringend benötigte Fördermittel auftreiben.
Wie viel Geld gebraucht wird, um wenigstens den Status quo des Denkmals auf Dauer zu sichern, entscheidet sich in den kommenden Wochen und Monaten. Kurzfristig soll die Borsighalle als betretbare Skulptur wiederhergerichtet werden, die als Zeugnis der Industriegeschichte gilt, die auch im Finowtal deutschlandweit ihren Anfang genommen hat.
Mittelfristig stellt sich die Rathausspitze vor, dass das Denkmal wirtschaftlich genutzt wird.
Das noch vernachlässigte Eberswalder Kleinod wird von der Fachwelt weltweit als Muster eines neuen Hallentyps geschätzt, das konsequent auf Vorfertigung ausgelegt war.