Das von der Lebenshilfe für die 100 geladenen Gäste ausgerichtete Buffet war in den zukünftigen Räumen der Wald-Apotheke aufgebaut, in denen Bauherr Lars Koeppe und Bürgermeister Friedhelm Boginski ihre Festansprachen hielten sowie Polier Sven Müller von der Baufirma Borgers aus Potsdam seinen Richtspruch vortrug. Mit Schwung ließ der Vertreter des Generalauftragnehmers sein nach dem Anstoßen geleertes Glas schließlich auf dem Betonfußboden zerschellen und beendete mit diesem traditionellen Akt den offiziellen Teil der Zeremonie.
Hauptmieter des gut drei Millionen Euro teuren Neubaus wird die Sanitätshaus Koeppe Eberswalde GmbH & Co.KG, zu der neben der Apotheke das inzwischen auf fünf Standorte verteilte Sanitätshaus im Brandenburgischen Viertel und weitere Sanitätshäuser in der Stadtmitte sowie in Bad Freienwalde gehören. Nur die beiden letztgenannten Geschäfte ziehen nicht mit an die Frankfurter Allee um, wenn die Bauarbeiten an dem Zweigeschosser mit 2300 Quadratmeter Nutzfläche fertiggestellt ist. Hinzu kommen zwei Arztpraxen, für die indes noch keine Verträge unterschrieben sind. "Wir liegen im Zeitplan und werden bis Ende 2020 alles geschafft haben", sagte Lars Koeppe, der mit seinen Geschäftspartnern Frank-Reinhard Muth und Matthias Kühne aus Berlin die KKM Immobilien GmbH & Co.KG gegründet hat, die als Investor fungiert.
Die Sanitätshaus Koeppe Eberswalde GmbH & Co.KG, die 1999 gegründet wurde, beschäftigt mittlerweile 70 Mitarbeiter.
Bürgermeister lobt Bauherren
Der Bürgermeister nannte den Neubau "einen Lichtstrahl für das Wohngebiet", das entgegen anderslautenden Unkenrufen der Vergangenheit sehr wohl eine Zukunft habe und das ihm immer wichtig gewesen sei. Aktuell zähle das Brandenburgische Viertel 6586 Einwohner – 100 mehr als Ende 2018 – und wachse wie die Gesamtstadt weiter. Die private Investition sei vor allem deshalb lobenswert, weil sie in einem sozialen Brennpunkt erfolge, der gute Nachrichten brauche.