Mindestens drei Wünsche hatte Boginski: „Die Forcierung der B 167 neu“, die östliche Altstadtumfahrung und darüber hinaus das Thema Stadtumbau. Wohlwissend, dass Vogelsänger keine gute Fee ist – mit großen Neuigkeiten oder gar Versprechen hielt sich der für Verkehr und Landwirtschaft zuständige Minister denn auch zurück. Dafür stellte er sein Wohlwollen insbesondere für die Altstadt heraus. Und das dürfte die Rathausspitze insbesondere in Bezug auf die östliche Altstadtumfahrung freuen. Während das Projekt in der Stadt umstritten ist, kommt Rückenwind von Vogelsänger. „Das Ministerium unterstützt Eberswalde in der Frage.“ Die Altstadt gewinne dadurch noch mehr an Lebensqualität.
Die Fördermöglichkeiten für den als ersten Bauabschnitt geplanten Eichwerderring seien abgesichert, ergänzt Boginski. „Rein theoretisch könnten wir 2011 anfangen zu bauen.“ Diese Jahreszahl fiel nun auch im Zusammenhang mit der für viele Eberswalder weitaus dringlicheren Ortsumgehung der B 167 zwischen Finowfurt und Eberswalde. Für das nächste Jahr erhoffe er den Beginn des Planfeststellungsverfahrens, sagte Vogelsänger. „Wir haben uns vorgenommen, das möglichst zeitnah zu realisieren.“ Noch vor zwei Monaten hieß es allerdings, dass das Verfahren noch 2010 beginnen solle.
Wesentlich früher, in der kommenden Woche, fallen jedoch andere wichtige Entscheidungen für Eberswalde. Am 16. Juni begegnen sich Vogelsänger und Boginski wieder, wenn es um die Brandenburger Städtebauförderung geht. Mehr als 80 Millionen Euro aus Bundes- und Landesmitteln gehen an die Kommunen. Ein gewisses Einsparvolumen habe er dabei zu erbringen, sagt Vogelsänger, der mit heißen Diskussionen rechnet. Was die Waldstadt abbekommt? „Eberswalde hat ein sehr gutes Konzept abgegeben. Soviel kann man verraten.“