Plötzlich ging alles ganz schnell. Am Mittwochabend hatten Oderbergs Stadtverordnete mehrheitlich die Bauleistung „Abbruch Berliner 86 und altes WC-Gebäude auf dem Schulhof Oderberg“ für 60.000 Euro an die Firma Rouvel vergeben. Schon am Freitag war der Bagger angerückt und begann kurzen Prozess mit Hexenhaus und Co. zumachen.

Seit 30 Jahren ungenutzt

„Ist doch schön“, sagt Bürgermeisterin Martina Hähnel, die auch nicht so schnell mit einer Umsetzung gerechnet hatte. Sie gilt als große Befürworterin und hatte sich für den Abriss des seit 30 Jahren leerstehenden Hauses eingesetzt. Das wollte der Denkmalschutz im Barnim zunächst nicht, war aber später umgeschwenkt und genehmigte den Rückbau. Zuletzt hatte eine Initiative in Oderberg für den Erhalt des Hauses geworben.

Kritik am Abriss

„Wenig Konstruktives passiert hier in Oderberg. Es geht an keiner Stelle richtig voran, was die Stadt angeht. Immer wird es mit fehlendem Geld begründet. Wenn aber ein Abriss von Kulturgut im Denkmalbereich gemacht wird, geht es sehr sehr schnell“, äußerte sich der Stadtverordnete Dietrich Brandenburg gegenüber der MOZ.
Bürgermeisterin Martina Hähnel hofft, dass es mit dem Bau der geplanten Stützmauer am Schulhof ähnlich schnell geht, die mit dem Abriss der WC-Baracke nun nötig wird.