Doch wer ihn besucht, geht nicht auf Torejagd. "Mit dem Schulwald haben wir ein in Brandenburg einmaliges Projekt, das den Unterricht dorthin bringt, wo er am schönsten ist: nach draußen", sagte Bürgermeister Friedhelm Boginski bei der Eröffnung des noch überwiegend mit Kiefern bewachsenen grünen Klassenzimmers, das sich nördlich des Oder-Havel-Kanals unweit der Wassertorbrücke und linksseitig der L 200 befindet.
"Der Schulwald lädt dazu ein, ein Stück Verantwortung zu übernehmen", betonte Stadtförster Mattes Krüger. Die Schüler könnten den Alltag der Förster, Waldarbeiter und Jäger erleben und bekämen überdies die Möglichkeit, außerhalb der Schule ihr Zusammengehörigkeitsgefühl zu stärken. Zusammen mit der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald und den Besuchern werde das Areal entwickelt. Es gehe um den Umbau vom Nadel- zum Mischwald, um das Zurückdrängen invasiver Arten und darum, Strukturen im Wald zu bilden, erklärte der Stadtförster.
Nicht nur Kinder seien willkommen, auch Jugendliche und Erwachsene seien eingeladen, dort die Natur ganzheitlich zu erleben und zu gestalten. Dafür sollten die Stärken des Stadtwaldes und der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald gebündelt werden, führte Mattes Krüger aus. Es gelte, den Synergieeffekt für die Bürger aus Eberswalde zu nutzen, sagte der Stadtförster.
Die Besucher können den Stadtwald auf eigene Faust und nach eigenem Gutdünken erkunden. Oder sie nehmen die zusätzlichen Angebote der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald in Anspruch, über die regelmäßig informiert wird.