Laut Tierarzt sei der Elch, der offenbar schon einige Monate in dem Gebiet umherstreifte, so schwer verletzt gewesen, dass eine Rettung unmöglich gewesen sei. "Wir haben vor Ort gesehen, dass das Tier einen Hinterlauf gebrochen hatte. Bei der Beschau nach der Tötung habe sich zudem gezeigt, dass es Rippenbrüche und einen Milzriss aufwies. Diese Verletzungen könne sich der Elch durch Kollision mit einem Zug zugezogen haben, vermutet Valentin.
Nach Abwägung aller Optionen hätten er und seine Kollegen von der Forstfachhochschule sowie vom Veterinäramt der Stadt entschieden, das Tier zu erlösen. Dabei habe auch der Schutz der Öffentlichkeit berücksichtigt werden müssen, so Valentin. Bei einer leichten Verletzung hätte man versucht, das Tier zu betäuben und nach seiner Genesung umzusiedeln. Das habe bei der ersten Betrachtung der Verletzungen des Elches jedoch keinen Sinn gemacht.
Die Entscheidung, das Tier zu erlegen habe sich im Nachhinein als richtig erwiesen. Die Tötung eines Tieres sei immer die letztmögliche Lösung, versichert Valentin, der sich bei der Entscheidung auf seine große Erfahrung mit Wildtieren beruft.
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