Der Andrang zur 66. Werbellinsee-Regatta war so groß, dass auch auf das unweit gelegene Kanu-Gelände von Stahl Finow ausgewichen werden musste. Die meisten Teilnehmer waren  aus Brandenburg und Berlin gekommen, denn die Werbellinsee-Regatta war in den beiden stärksten Klassen, 20er-Jollenkreuzer und Pirat, zugleich als Brandenburger Landesmeisterschaft ausgeschrieben. Aber auch aus Mecklenburg-Vorpommern waren Segler dabei, dazu einige aus Sachsen-Anhalt und Jörn Otromke sogar aus Hamburg.
Die meisten Boote starteten in der Klasse Pirat mit 27 Teilnehmern, danach kam die „Königsklasse“, der 20er-Jollenkreuzer mit 20 Meldungen, vor den 17 Teilnehmern in der Jugendklasse 420er. Besonders erfreut war Abteilungsleiter Toralf Reinhardt aber auch über die Meldung von elf XY-lon, denn dadurch konnten in allen vier Klassen Ranglistenwertungen erfolgen.
Geplant waren fünf Wettfahrten. Stetig auffrischende, dazu drehende Winde bis zur Stärke 6 (und Böen darüber) verlangten den Sportlern einiges ab. In vier von fünf Klassen waren die Sieger der ersten Wettfahrt letztlich auch die Sieger der Gesamtwertung. Lediglich in der Jugendklasse war das Bild anders. Bei den stärkeren Winden siegte dreimal das Team Maxime Brevart und Titus Schildhauer von den Potsdamer Adlern, musste den Gesamtsieg aber bei den leichteren Winden  noch an die Berliner Paco Melzer und Elias Falke weiter reichen.
Zu den frischen Winden kamen Wellen bis zu 50 Zentimetern und  aufgrund von Drehern und plötzlichen Windlöchern gingen doch einige Sportsfreunde unfreiwillig mit ihren Booten baden. Im Übrigen wurde auch sehr fair gesegelt, so dass die Schiedsrichter-Crew um Anne-Gritt Denda kaum einzugreifen brauchte.
Letztlich schaffte Wettfahrtleiter Olaf Winkelmann drei Wettfahrten unter regulären Bedingungen, wobei jeweils kurz nach dem Ende der Wettfahrt bereits der Start zur nächsten folgte.
Am zweiten Tag war dann bereits um 10 Uhr der nächste Start. Aufgrund der etwas schwächeren Winde von nur noch bis zu drei Windstärken mit wenigen Böen hatte der Wettfahrtleiter klassische Dreieckskurse mit „verkürztem Lineal“ auslegen lassen.  Dieser Kurs bevorzugte die gleitschnelleren Boote und sollte neben der taktisch anspruchsvollen Kreuz insbesondere die Bootsbeherrschung mit dem Spinnaker als Zusatzsegel belohnen.
Letztendlich siegte bei den 20-Jollenkreuzern die aus mehreren Vereinen gemischte Mannschaft von Armin Eismann, Michael Rehberg und Bernd Muschke. Besonders stolz aber waren die Gastgeber auf Skipper Tino Baldewein, der mit der Crew aus Matthias Markowski und Rene Vollmering den zweiten Platz in der Gesamtwertung und bei der Landesmeisterschaft erreichte. Nach dem 3. Platz bei den Deutschen Meisterschaften vor wenigen Wochen hatte Tino Baldewein seine Extraklasse damit wieder unter Beweis gestellt.
Bei den langsameren 20er-Jollenkreuzern in der Kategorie C siegte zudem mit Jasmin Schmidt als Steuerfrau ebenfalls ein Boot vom gastgebenden Verein, wobei die junge Powerfrau mit Maik und Stephan Jäckel zwei gute Crew-Mitglieder hatte. Dabei hatte sie letztlich den zweiten Finower Hendrik Reinhardt mit Crew Silke Bach und Jörn Otromke aber letztlich nur aufgrund des Streichergebnisses düpiert.
Landesmeister bei den Piraten wurden Marko und Thomas Anderssohn (Beil 4317) vom Schwielochsee, die allerdings in der Gesamtwertung nur Dritte hinter den Mecklenburgern Bernd Höft und Burkhard Rieck (Beil 4433) sowie den Berlinern Donald und Phyllis Lippert (Beil 4263) wurden, die sich  zusätzlich den Horst-Bierbrauer-Gedenkpokal um die schnellste erste Kreuz sichern konnten. Die Finowerinnen Petra Ploschenz und Aileen Laska verzeichneten hier einen 25. Platz  als bestes Gesamtergebnis in dieser Traditionsklasse.
Der Sieg der Brandenburger Patrick Langer und Tim Kletting bei den 15er-Jollenkreuzern war mit fünf Siegen in fünf Wettfahrten ungefährdet, allerdings waren sie im Feld mit dem XY-lon durchaus nicht immer die Schnellsten. Hier siegten die Lindower Thomas Heide und Mike Bartel. Bestes Boot von Stahl Finow wurde Toralf Reinhardt mit Thomas Berner (SVEW) auf Platz 6, wobei der Verein aber immerhin fünf eigene Boote ins Rennen geschickt hatte.
In der Jugendbootklasse 420er wurde die Finowerin Julie Bailleu gemeinsam mit Clara Rietz vom PSV Achte. Dahinter kamen Hans Reinhardt und Florian Berner (SVEW) auf Platz 11, Tom-Luca Voigt und Nils Grosse auf Platz 12 sowie Joelle Bailleu und Helene Ploschenz auf Platz 14.
Alle Ergebnisse unter www-stahl-finow-segeln.de.