Der Zinnoberrote Kelchbecherling gehört zur Klasse der Schlauchpilze. Wegen seiner kräftigen Farbe wird er auch Österreichischer Prachtbecherling genannt. Er kommt zum Vorschein, sobald Schnee und Eis gewichen sind, und bleibt dann für einige Wochen. Seine Fruchtkörper messen bis zu fünf Zentimetern im Durchmesser. Doch Vorsicht: Was so einladend aussieht wie ein Weinglas, ist keineswegs zum Verzehr geeignet.
Fotografiert hat dieses skurrile Gewächs Frank Moser aus Joachimsthal. "Der Becherling wächst seit Jahren in der Nähe von Finowfurt", so der passionierte Pilz-Fotograf. "Mir ist keine weitere Fundstelle im Barnim bekannt." Im Süddeutschen kommt der Pilz häufiger vor. Wegen seiner regionalen Seltenheit, meint Moser, sollten Wanderer ihn lieber stehenlassen.