Gleichzeitig sind in den vergangenen Wochen zahlreiche Projekte und Initiativen zur Flüchtlingshilfe gestartet. Willkommensinitiativen engagieren sich. Zur Koordination und Vernetzung hat die Stadt Eberswalde im September auf Verwaltungsebene einen Stab Flüchtlingshilfe gebildet. Zudem wurden eine Hotline und ein Spendenkonto eingerichtet, wie Sozialdezenernent Bellay Gatzlaff während der jüngsten Tagung der Stadtverordnetenversammlung informierte.
Der Eberswalder Stab verstehe sich als zusätzliches Angebot für die Bürger wie auch für die Flüchtlinge. Denn verantwortlich für die Unterbringung, Verpflegung und Betreuung der Asylbewerber sei nach dem Gesetz der Landkreis. Die Leistungen der Stadt seien freiwillig, wollte Gatzlaff betont wissen. Man wolle zum einen die Arbeit der Freiwilligen abstimmen, unbürokratische Nothilfe leisten, etwa bei der Einrichtung von Notquartieren, und zum anderen die Eberswalder informieren. Dazu wolle man demnächst - gemeinsam mit dem Landkreis Barnim - einen Flyer oder eine kleine Broschüre erarbeiten.
Die Angebote zur Unterstützung reichen von Kleiderspenden (in der Kleiderkammer der evangelischen Stadtkirchengemeinde) bis hin zu ehrenamtlichem Deutschunterricht. Der Landkreis veranstaltet heute, 14 Uhr, im Paul-Wunderlich-Haus einen Informationsnachmittag für Dozenten und Helfer unter dem Motto "Sprachunterricht und Ehrenamt".
Ein wichtiges Anliegen sei der Stadt, für die Flüchtlinge Beschäftigungsmöglichkeiten zu organisieren. In der kommenden Woche gebe es dazu ein Gespräch mit der Kreisverwaltung, die für die sogenannten Arbeitsgelegenheiten zuständig ist, so Gatzlaff. Geplant bzw. in Vorbereitung seien zunächst 20 Stellen im Bundesfreiwilligendienst (für Flüchtlingshilfe) sowie 20 "Arbeitsgelegenheiten". Zudem suche der Landkreis weiter "händeringend" Unterbringungsmöglichkeiten. Die Stadt möchte unterdessen am 2. Dezember mit einer Dankeschönveranstaltung im Waldsolarheim alle Freiwilligen und Helfer würdigen.
Hotline Flüchtlingshilfe der Stadt: Tel. 03334 64444; weitere Infos unter www.barnim/leben-in-barnim/familie-gesellschaft-soziales/asyl/html