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Das findet auch Ursula Winkler, die mit Ehemann Klaus und Enkel Max (8) gekommen war. "Der Forstbotanische Garten ist immer einen Besuch wert. Zu jeder Jahreszeit. Es gibt hier einen so wunderschönen Baumbestand", erklärte die Eberswalderin, die einst an der Hochschule gearbeitet und deshalb eine besondere Verbindung zu dem Kleinod am Schwappachweg hat.
Während sich die kleinen Besucher beispielsweise im Kerzenziehen versuchten, zog Professor Schill für 2013 eine positive Bilanz. Um die 1200 Kinder hätten in diesem Jahr Projekte und Angebote der Stiftung zur Umweltbildung genutzt. Und: Die WaldWelten sind gewachsen. "Wir haben etwa 10 000 Bäume gepflanzt." Im sogenannten Klima-Wald, unweit des Forstbotanischen Gartens, habe die Stiftung nichtheimische Gehölze in die Erde gebracht. Schwerpunkt der Pflanzungen waren 2013 die Spanische Elsbeere, die Italienische Panzerkiefer, die Italienische Flaumeiche sowie Wacholder. Mit diesem Projekt, so erklärte der Experte, verfolge die Stiftung ein wissenschaftliches Ziel. Im Fokus stehen praktische Untersuchungen zu den Auswirkungen des globalen Klimawandels auf den Forst. Versuche mit "Exoten" haben in und um Eberswalde eine lange Tradition, erinnerte Schill an Experimente berühmter Grünröcke.
Doch am Wochenende ging es weniger um Wissenschaft und Forschung. Wald, davon ist der Stiftungsvorstand überzeugt, hat auch eine emotionale Seite. Genau die brachten die Akteure mit der Waldweihnacht zum Klingen. Und zum Staunen. Mit der Unterstützung etlicher Studenten der HNE hatten Schill, Götz und Co. zum Einbruch der Dunkelheit den Garten in einen mystischen Märchenwald verwandelt. So mystisch, dass sich gar die Waldgeister selbst verspäteten. Gemeinsam mit den Feen, Mitgliedern der Tanzgruppe Vivantes unter Leitung von Petra Patzer, die eigens für die Waldweihnacht eine Performance zur Musik aus "Herr der Ringe" einstudiert hatten, tanzten die fabelhaften Wesen ums Feuer. Die Gäste waren begeistert, ließen sich von der besonderen Atmosphäre und der zauberhaften Welt des Lichts einfangen.
Und welchen Wunsch hat Professor Schill für die neue Zeit? Er hofft, dass die Stiftung ihren Sitz ins Forstschreiberhaus vis-à-vis verlegen kann. Doch dazu sind noch einige Hürden in puncto Denkmalschutz zu nehmen.
Mystisch: Feuershow und Tanz der Waldgeister bildeten den Höhepunkt der Waldweihnacht. Foto: MOZ/Thomas Burckhardt
Stiftung lockt mit Feuershow bei Waldweihnacht Hunderte Besucher an