Zwischen der vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und der Martin-Gropius-Krankenhaus GmbH ist am Donnerstagabend eine Tarifeinigung erzielt worden. Vorausgegangen war am Mittwoch dieser Woche eine gewerkschaftliche Aktion der Beschäftigten am Krankenhaus, an der sich mehr als 200 Personen beteiligten.

Steigerung rückwirkend zum 1. August

Die jetzt erzielte Tarifeinigung sieht Lohnsteigerungen in Höhe von insgesamt 21 Prozent, verteilt auf die kommenden zwei Jahre vor, teilt die Gewerkschaft mit. Rückwirkend zum 1. September 2020 erhalten alle Beschäftigten 9 Prozent mehr Lohn, mindestens aber 200 Euro. Ver.di-Mitglieder erhalten die Steigerung bereits rückwirkend zum 1. August. Ab 2021 steigen die Einkommen um weitere 6 Prozent, ab 2022 folgt eine weitere sechsprozentige Erhöhung. Der Tarifvertrag soll bis zum 31. Dezember 2022 laufen. Die Tarifkommission empfiehlt einstimmig die Annahme der Tarifeinigung, über die Ver.di am 24. September entscheidet.

„Mitglieder haben Lohnsteigerung möglich gemacht“

„Ein guter Organisationsgrad und das Engagement der Mitglieder haben die starken Lohnerhöhungen möglich gemacht und sind das Fundament auch für weitere Verbesserungen der Arbeitsbedingungen in den kommenden Jahren“, sagt Ivo Garbe, Ver.di-Verhandlungsführer.
Das Martin-Gropius-Krankenhaus gehört zum GLG-Konzern. Dort sind rund 750 nichtärztliche Beschäftigte tätig. Zum Konzern gehören weitere zehn Einrichtungen in Brandenburg.Was die Beschäftigten gefordert hatten, lesen Sie hier.