Aktuell betreut sie 20 Tiere in Werbellin. Um sie herum an diesem Abend viele Freunde und Unterstützer. Kein offizieller Gast kam, um zu gratulieren. Dafür an ihrer Seite der Tierarzt aus Melchow, Dr. Andreas Valentin (62), der sie von Anbeginn begleitet, oder ihr Rechtsanwalt, Schwiegersohn Daniel Nicodem, denn sie sei eine streitbare Frau in all den Jahren gewesen, die Gerechtigkeit sucht, so die 62-Jährige. Karin Nicodem ist als Betreiberin einer Hundepension eher durch Zufall und durch Vorschlag des damaligen Amtstierarztes Jürgen Stolpe zu dieser Aufgabe gekommen. Sie erinnert sich: Die Gewerbeanmeldung kam am 1. November 1990. Im folgenden Jahr baute sie die ersten Zwingeranlagen auf. 1993/94 musste sie 711 Fundtiere, die sogenannten Russenhunde, unterbringen. Dies sei eine der größten Herausforderungen gewesen. 1996 richtete sie in Werbellin einen Tierfriedhof ein. "Dafür brauchte ich 13 Genehmigungen von Amts wegen, für das Tierheim selbst waren nur drei nötig."
Vom Tierheim ist Karin Nicodem auf den Hundetreff (seit 1997) auf dem Flugplatz Finow sowie seit 2012 zum "Bellodrom", einem Gelände für die Arbeit mit Hunden, gekommen. Wer seinen Hund verstehen lernt, wird ihn nicht im Stich lassen, so ihr Beweggrund. Für die Betreibung eines Tierheimes muss sie ein Drittel der Kosten über Spenden einwerben. Hunde fressen eben keine Blumen.
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