Hermann Euler, Kantor im Ruhestand, ist tot. „Ein Leben für die Kirchenmusik hat sich vollendet“, heißt es in der Traueranzeige. Die Stadtkirchengemeinde Eberswalde lädt für Freitag, 12 Uhr, in der Maria-Magdalenen-Kirche zu einem Gedenkgottesdienst ein. Euler war über die christliche Gemeinde hinaus im Barnim bekannt, hat sich einen Namen gemacht.
In einem Nachruf hält Pfarrer Martin Lorenz für den Gemeindekirchenrat und die Stadtkirchengemeinde auf deren Homepage Rückschau auf das Wirken Eulers und einige Stationen seines Lebens, gleichsam sein Schaffen würdigend. „Hermann Euler - ein wunderbarer Mensch, ein begnadeter, bodenständiger Musiker“, heißt es dort. 1962 sei Euler, Jahrgang 1935, als Kantor nach Eberswalde gekommen. Hier habe er mehr als 60 Jahre in der evangelischen Gemeinde, in der Stadt und eben weit darüber hinaus gewirkt.

Bescheidener Gemeindearbeiter

Das gottesdienstliche Orgelspiel, die Leitung der Kantorei, der Aufbau eines Kinderchores, das Singen im Kindergarten, die Begleitung von Trauerfeiern, Kindern die „Flötentöne“ beibringen, der Posauenchor und der Seniorenchor - all dies sei für ihn „selbstverständlicher Teil seiner Arbeit“ gewesen, schreibt Pfarrer Lorenz. Mehr noch: Euler habe dieses Pensum mit „großer Hingabe“ und „unglaublichem Pflichtbewusstsein“ erfüllt. Auch im Ruhestand noch. Er habe sich nie als der große Künstler verstanden, sondern als bescheidener „Gemeindearbeiter“. Die Musik sei einfach sein Leben gewesen.
„Als Stadtkirchengemeinde können wir nur Danke sagen für die vielen Jahre und seinen unermüdlichen Einsatz“, schreibt Lorenz weiter. „Es war ein großes Geschenk, ihn als Menschen und Musiker so lange in unserer Gemeinde und in der Stadt zu haben‘. Er wird uns fehlen.“
Am 7. Januar ist Hermann Euler verstorben. „Die himmlischen Chöre sind jetzt um einen wunderbaren Menschen und Musiker reicher. Der Friede Gottes sei mit ihm“, wünscht Pfarrer Lorenz.