Das Unglück wurde geradeso abgewendet. Als am 13. Juni das Regenwasser nach einem extremen Unwetter über die Grünanlage in die Feuerwache drückte und Teile des Kellers in Höhe von 70 Zentimetern überflutete, war auch die Regionalleitstelle NordOst einem Fiasko nahe.

Eberswalde

Teure Technik des Notrufs 112 im Keller gefährdet

Denn die Technik der Leitstelle befindet sich im Keller des Gebäudes der Eberswalder Feuerwache an der Eberswalder Straße. Dann wäre die Notrufnummer 112 für mehrere Landkreise ausgefallen. Ein Szenario, an das niemand denken möchte.

Stadt Eberswalde zieht Konsequenzen

Deshalb nimmt die Stadt Eberswalde, die die Räume an den Landkreis Barnim vermietet hat, nun 100.000 Euro in die Hand. Der Hauptausschuss hat den Beschluss einstimmig gefasst. Von dem Geld soll die Regenwasserleitung ertüchtigt werden. Die verkleinert sich von 400 Millimeter Durchmesser auf 250 und sogar 150. Der enorme Rückstau war die Folge daraus.

Stau auf der B167 in Eberswalde wird nicht ausbleiben

Auf einer Länge von 43 Metern muss nun die Leitung auf 400 Millimeter aufgeweitet werden. Dazu sind Pflasterflächen, Hof und Zufahrt in einem neuen Gefälle zu verlegen. Ein Löschfahrzeug, das mit 310.000 Euro im Haushalt stand, muss dafür herhalten. Beschaffung hat sich auf 2021 verschoben.
Anfang 2021 könnte Baubeginn für die Maßnahme sein – unter halbseitiger Sperrung der B167. Die Ausschreibungen können nun erfolgen. Dann lässt sich die Planung verfeinern.