Der Sportverein SV baut derzeit kräftig um. In wenigen Wochen ist der 1. Bauabschnitt bereits vollbracht. Dank Fördermittel in Höhe von 198 000 Euro ist genug Geld da, um eine neue Kegelbahn, Umkleiden und Duschen zu bauen.
„Bis Anfang August müssen wir fertig werden“, gibt Marcel Brendel, Präsident des SV Lichterfelde die Marschroute für den Komplettumbau des Vereinsheims vor. Der erste Bauabschnitt soll bis Anfang August abgeschlossen sein: Die Kegelbahnen und der Gastro-Bereich sind dann komplett umgebaut.
Erst im April dieses Jahres hatte der Verein eine Zusage für Fördermittel aus dem Programm zur Förderung des ländlichen Raumes der EU bekommen. 198 000 Euro fließen so in die Vereinskassen und das sichtlich in die Jahre gekommene Gebäude an der Oderberger Strasse  des 1932-Seelen-Ortes kann endlich modernisiert werden. Ortsvorsteher Matthias Gabriel versprach bei der Übergabe des Schecks: „Wir machen was daraus“. Nach nur drei Monaten ist der erste Abschnitt der umfangreichen Umbauarbeiten fast vollbracht.
In den vergangenen Wochen wurden im Gebäude zahlreiche Wände rausgerissen, gestemmt und gedämmt. Die Sektion Kegeln des Vereins bekommt künftig eigene Duschen und Umkleideräume.  Auch der Ausschank, der vor allem nach dem Training ein beliebter Anlaufpunkt ist, wird neu gestaltet. Im Gastro-Bereich wird es eine gemütliche Lounge-Ecke geben, kündigt Brendel an. Dafür musste allerdings der bisherige Stammtisch weichen. Die rustikale Bar wird aber auch künftig bleiben und günstige Getränke für die Mitglieder ausschenken. Der dazugehörige Gastraum wird künftig größer und gemütlicher werden.
Insgesamt stehen für den Umbau des Gebäudes 324.000 Euro (brutto) zur Verfügung. Diese Summe setzt sich aus den Fördermitteln aus dem EU-Programm zur Unterstützung des ländlichen Raums Leader sowie einem Eigenanteil des Vereins in Höhe von 25 Prozent zusammen.
Das Vereinsheim des Lichterfelder Sportvereins bekommt in den kommenden Monaten eine Dämmung und neue Elektrik. Zudem werden die Vereinsräume komplett saniert und modernisiert, erzählt Marcel Brendel, Präsident des SV Lichterfelde.
Mit den Kosten für die Umbauarbeiten liege man derzeit noch voll im Plan. Unerwartete Aufgaben, die in der Planung und den Angeboten nicht berücksichtigt wurden, werden kurzerhand in Eigenleistung durch den Verein geleistet. Die Mitglieder seien sehr tatkräftig und motiviert, wenn es mal irgendwo hakt.
In der Zweiten Bauphase, die im September anlaufen soll, werde dann der Bereich Billard und Fußball im Gebäude umgebaut. Dieser Projektabschnitt sei weniger aufwendig, heißt es. Hier müssen die Räume entkernt werden, einige  Wände versetzt und renoviert werden, heißt es. Bis zum Frühjahr 2019 werden die Arbeiten abgeschlossen sein und das Gebäude in neuem Glanz erstrahlen, so der Vereinschef.

Traditionsverein SV Lichterfelde

■Der SV Lichterfelde gehört mit rund 200 Mitgliedern zu den größten Vereinen der Gemeinde Schorfheide

■ Die Wurzeln des Vereins reichen bis  1923 zurück. Nachdem die Mitglieder 1951 zu Stahl Finow wechselten, gründete sich 1959 in Lichterfelde der BSG Traktor Lichterfelde.

■ Der Verein bietet die Sektionen Fußball, Kegeln, Billard für verschiedene Altersgruppen in verschiedene Ligen an.

■ Beim Fußball besteht aktuell eine Spielgemeinschaft mit Stahl Finow. Der Verein spielt derzeit im Fußball in der Kreis-oberliga und der 2. Kreisklasse Ost