Der vermisste Mann aus Eberswalde ist wieder da. „Danke. Er wurde gefunden. Seine Nachbarin hat ihn angetroffen und eine Freundin ist nun bei ihm. Vielen Dank an alle.“ Mit diesen Worten sorgt Myra Wieland für große Erleichterung bei vielen Eberswaldern. Ihr Vater, der Künstler Alberto Jerez, sei wohlbehalten wieder angetroffen worden.
Zu den Gründen für das zeitweilige Verschwinden des Mannes gibt es bislang keine Informationen. Er selbst konnte noch nicht erreicht werden.
Seit 27 Jahren lebt der Kolumbianer mit Unterbrechungen in der Bundesrepublik, seit 15 Jahren in Brandenburg und seit sieben Jahren in Eberswalde. Aus dem Stadtbild ist er für viele Eberswalder nicht mehr wegzudenken. Es war die Liebe, die ihn dazu gebracht hat, Kolumbien zu verlassen, erzählte er der MOZ in einem Interview. "Ich habe in Bogotá eine Deutsche getroffen, die dort in sozial-kulturellen Projekten tätig war und Hals über Kopf mein Herz verloren", blickt der Maler zurück.

Erfolg dank Facebook

Für das Paar wurde bald darauf Bremen zur gemeinsamen Heimat. In der norddeutschen Hansestadt kamen die beiden Kinder, eine Tochter und ein Sohn, zur Welt. Dort leben seine Ex-Frau und seine Tochter nebst Enkelkind, noch immer. Sein Sohn ist inzwischen in Berlin zu Hause. Da seine Tochter in den vergangenen Tagen und Wochen keinen Kontakt zu ihm aufnehmen konnte, mobilisierte sie die Eberswalder Facebook-Community – wie sich zeigt, mit Erfolg.