Zuletzt war bekannt geworden, dass der Förderkreis Alte Kirchen Berlin-Brandenburg e.V. die Sanierungs- und Restaurierungsarbeiten, die nach dem Brand in der Maria-Magdalenen-Kirche notwendig geworden sind, mit einer Spende in Höhe von 5.000 Euro unterstützen will. Das hatte Bernd Janowski, Geschäftsführer des eingetragenen Vereins, mitgeteilt.
Am 2. Dezember war in dem Kirchengebäude eine starke Rauchentwicklung bemerkt worden. Mehrere Feuerwehren konnten den Brand im Kircheninneren relativ schnell unter Kontrolle bringen. Teile der Empore und des historischen Gestühls wurden dennoch vernichtet. Weitere wertvolle Ausstattungsstücke wie der prächtige Renaissancealtar von 1606 sowie die Orgel des Berliner Orgelbauers Ernst Marx (1781-1783) wurden vom Feuer verschont. Trotzdem sind die durch Löschwasser und starke Rußentwicklung entstandenen Schäden immens. Laut Aussage des Gemeindekirchenrates liegt der Schaden mindestens im sechsstelligen Bereich. 

Die Maria-Magdalenen-Kirche ist ein bedeutender Backsteinbau des 14. Jahrhunderts, der nach einem Stadtbrand im Jahr 1499 seine heutige Gestalt erhielt. Einzigartig in der Region sind umfangreiche figürliche Terrakottareliefs an den Kämpferzonen der Portale, die am Hauptportal Szenen aus der Passion Christi zeigen. Unter den Wandmalereien aus dem frühen 16. Jahrhundert ist eine monumentale Darstellung des Heiligen Christophorus bemerkenswert. Der bereits erwähnte Altaraufsatz mit seiner ursprünglichen Farbfassung stellt eines der Hauptwerke der Schnitzkunst der Spätrenaissance in Brandenburg dar.

„Mit unserer Unterstützung hoffen wir auf weitere Spenden für die Sanierung und Restaurierungsarbeiten im Innenraum der Eberswalder Kirche“, ruft Bernd Janowski zur Nachahmung auf. Die evangelische Kirchengemeinde wünscht sich, trotz der Schäden im Gotteshaus dort am Heiligen Abend den traditionellen Weihnachts-Gottesdienst feiern zu können.