Die Keramikhütte sowie der in Gründung befindliche Verein "Alte Schule Senftenhütte" stellten während der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses das von ihnen erarbeitete Nutzungskonzept zum Erhalt der Immobilie vor. In dem elfseitigen Papier beschreiben die Akteure die regionalgeschichtliche Bedeutung des Ensembles - bei dem Haupthaus handelt es sich um die ehemalige Dorfschule (bis 1969 als solche in Betrieb) - sowie den Bauzustand der einzelnen Objekte. Verlässliche Zahlen und Kostenschätzungen liegen zwar noch nicht vor. Gleichwohl sehen die Initiatoren natürlich den Sanierungsbedarf, sowohl bei der alten Schule als auch bei der Feldsteinscheune.
Die von der Gemeindevertretung bereits angeregte Mischnutzung schlage sich auch im aktuellen Konzept nieder, erklärte Hartmut Lindner von der Keramikhütte dem Ausschuss. Geplant sei ein Mix aus öffentlicher, gemeinnütziger sowie gewerblicher Nutzung. Etwa zwei Fünftel der Fläche seien für einen wirtschaftlichen Betrieb vorgesehen. So sollen im Obergeschoss der alten Schule zwei Ferienwohnungen entstehen. "Durch die Vermietung könnte die Belastung für die Gemeinde reduziert werden", ist Lindner überzeugt.
Im Erdgeschoss sieht der Entwurf einen großen Versammlungsraum für öffentliche Zwecke vor, etwa für Sitzungen und Wahlen, eine Werkstatt für die Keramikhütte sowie ein Shiatsu-Studio. Die beiden letztgenannten sind schon jetzt Mieter. Für die Feldsteinscheune schlagen die Akteure eine Rekonstruktion und eine Nutzung als Ausstellungs- und Präsentationsfläche vor. Denkbar und sinnvoll, so Lindner, sei etwa eine Kooperation mit dem Geopark "Eiszeitland am Oderrand" sowie dem Glashüttenverein Grimnitz. Ferner empfiehlt die Gruppe die Errichtung eines Kinderspielplatzes im Garten.
"Das Schulhaus wird schon heute genutzt", bekräftigte Lindner. Eben durch den Keramikverein und das Shiatsu-Studio. "Der Bedarf ist gegeben." Senftenhütte habe sonst keinen öffentlichen Treff und auch keine Gaststätte. Und die "Unstimmigkeiten" mit dem Ortsbeirat seien unterdessen "bereinigt", befand er. Dem widersprach Daniel Krüger, Ortsvorsteher. "Der Ortsbeirat steht nicht zu hundert Prozent dahinter." Das Gremium hatte eigentlich eine kleinere Variante (Konzentration auf die Scheune) favorisiert. Ein abschließendes Votum steht aus. Die Amtsverwaltung, so die Empfehlung des Ausschusses, soll das Konzept nun auf seine wirtschaftliche Machbarkeit hin prüfen.