Sieben Schulbibliotheken hatten sich um den Preis beworben, der von der Arbeitsgemeinschaft Schulbibliotheken Berlin-Brandenburg ausgeschrieben worden war. Wie viele Schulbibliotheken es überhaupt gibt in der Region, wusste auch Victor Wolter von der AG nicht zu sagen.
Geheimnisumwoben waren die Preisträger, die erst im Rahmen eines fast zweistündigen Programms gelüftet wurden. Zuvor hatte der Schriftsteller Boris Pfeiffer, bekannt für die Reihe "Die drei Fragezeichen" und Namenspate der Schulbücherei der Sellheim-Schule, noch die Spannung mit einer kleinen Lesung gesteigert. "Spaß am Lesen ist das Wichtigste", sagt er und bedauerte zugleich, "dass das Vorlesen in Deutschland ausstirbt". Er wünschte sich viele Vorleser und stehe selbst dafür, denn Kinder liebten es, Geschichten zu hören.
Die sieben Teilnehmer des Wettbewerbes, die Pestalozzi-Ganztagsschule Fürstenwalde, die Dorfschule Gramzow, die Nordend-Förderschule Eberswalde, die Fred-Vogel-Grundschule Fredersdorf-Vogelsdorf, die Grundschule "Am Waldrand" Schwedt, die Grundschule Flecken-Zechlin und die Thomas-Müntzer-Schule Ziesar wurden immer gespannter. Dann war es heraus: Einen Sonderpreis und eine Bücherkiste im Wert von 250 Euro durften die Nordend-Kinder mitnehmen. Der Hauptpreis von 500 Euro und der Titel gingen an die Fred-Vogel-Grundschule. "Wir kaufen von dem Geld natürlich neue Bücher", sagte Schulleiterin Reneé Förster.
Die 700 Sellheim-Schüler können unter 7000 Medien wählen. Dazu zählt neben Büchern und CDs sowie Klassensätzen auch das Bilderbuchkino, das an die Whitboards gekoppelt ist.