"Wenn Sie sich auch ein Leben in anderen Wohnformen vorzustellen vermögen, finden wir zusammen gewiss eine Lösung", sagte der Bürgermeister zu den Wagenburglern Melanie Ulmer und Josef Wallmann, die zur Ausschusssitzung gekommen waren, um die Stadtverordneten erneut auf ihr Problem hinzuweisen und um Hilfe zu bitten.
Seit fünf Jahren verbindet ein alternatives Projekt auf dem Areal der Papierfabrik Wolfswinkel Arbeiten und Leben in beinahe dörflichen Strukturen. Doch die Wagenburg ist in ihrer Existenz bedroht, weil der Eigentümer die Nutzung nicht mehr duldet und der Versuch der Bewohner, das Grundstück zu erwerben, gescheitert ist.
"Wir sind keine Abenteurer, die sich unvorbereitet auf ein Wagnis einlassen", hat Josef Wallmann im Ausschuss gesagt. Zu den Vorhaben der Wagenburgler habe gehört, das Papierfabrikmuseum weiterzuführen, die Hallendächer instandsetzen zu lassen und mit Photovoltaik zu versehen. In der parkähnlichen Anlage sei auch eine Art Grünes Klassenzimmer geplant gewesen.
Die Papierfabrik gilt als erhaltenswertes Zeugnis der Industriekultur am Finowkanal.