Entwickelt wurden die hochsensiblen Kameras eigentlich für eine Mars-Expedition. Nun stehen die 44 sensiblen Geräte quer über die Landkreise im Norden und Nordwesten bereit zur Früherkennung von Waldbränden. Mit Argusaugen verfolgen die Mitarbeiter der neuen Waldbrandzentrale Nord in Eberswalde, die am 1. März offiziell in Betrieb ging, das Geschehen.

Saison für Waldbrände beginnt am 1. März

Denn mit dem 1. März startet die Saison für Waldbrände, die statistisch gesehen Ende September endet. So genau sei das aber nicht zu nehmen, betonte Raimund Engel, der Experte auf diesem Gebiet im Land. Als Waldbrandschutz-Beauftragter des Landes Brandenburg erläuterte er am frühen Morgen die Arbeit der Mitarbeiter. Auch Minister Axel Vogel, der als Eberswalder auf derselben Etage des Gebäudes 7 an der Tramper Chaussee beim Landesumweltamt schon gearbeitet hat, schaute vorbei.

Früherkennung ab Warnstufe 3 in Schichten

Aus sechs Zentralen wurden zwei in Brandenburg, eine in Wünsdorf, eine in Eberswalde. 4,2 Millionen Euro Fördermittel für die Modernisierung gab es. 133 Feuerwachtürme verstreut über sieben Landkreise und Potsdam gab es einst. Die Arbeit der Früherkennung übernehmen nun 105 Sensoren und 44 Kameras. Ab Waldbrandgefahrenstufe 3 wird in Schichten gearbeitet. Neu in eine Verordnung gegossen, informierte der bündnisgrüne Axel Vogel, sei die Vorschrift, dass ab Stufe 4 und 5 rund um Getreide-Ernteflächen sechs Meter breite Schutzstreifen zum Schutz des Waldes anzulegen sind. Brennt es, was über drei Bildschirme und Tabellen in genauen Koordinaten fußt, meldet das die Zentrale an die Einsatzleitstelle der Feuerwehr. 2019 hat es im Land 417 Mal gebrannt, 2020 nur 287 Mal.