Das Dokument, das die enge Zusammenarbeit von Hochschule und Forst für die studentische und berufliche Qualifizierung bei der Waldpädagogik besiegelt, trägt vier Unterschriften: die von Hubertus Kraut, dem Direktor des Landesbetriebes Forst, dessen Abteilungsleiter Ralf Rüthnick, Hochschul-Präsident Wilhelm-Günther Vahrson und Martin Guericke, Dekan des Fachbereiches Wald und Umwelt. Die zusätzliche Ausbildung umfasse alle den Lebensraum Wald betreffenden Lernprozesse, erläuterte Thomas Simon, Mitarbeiter des Landesbetriebes und Leiter des Wald-Solar-Heims. „Wer das Zertifikat anstrebt, hat einen anspruchsvollen Weg zu absolvieren“, hob Thomas Simon am Rande der Tagung hervor.
Die Unterzeichnung der Vereinbarung sei als ein Beleg von vielen dafür zu werten, dass die Forst eher nach vorn als zurück schaue, sagte Professor Klaus Höppner, Leiter des Landeskompetenzzentrums Forst, das sich als Dienstleister des gesamten Landesbetriebes versteht. Das 140-jährige Bestehen des forstlichen Versuchswesens in Eberswalde sei kein Grund für eine Jubelfeier. „Eine geeignete Form der Reflektion auf dieses Ereignis ist eine Leistungsschau aktueller Arbeitsergebnisse“, sagte Klaus Höppner weiter.
Dennoch ging der Leiter des Kompetenzzentrums auch auf die Gründung der Hauptstation für das forstliche Versuchswesen in Preußen ein, die am 12. April 1871 erfolgte. Damals habe der preußische Finanzminister den Oberforstmeister Bernhard Danckelmann, gleichzeitig Direktor der Forstakademie, an die Spitze der neuen Einrichtung berufen, die bis heute für die Dauerbeobachtung langfristiger Versuchsflächen unverzichtbar sei.